Bayern-Spieler jubeln | Bildquelle: PHILIPP GUELLAND/EPA-EFE/Shutter

Champions League Bayern steht im Viertelfinale

Stand: 08.08.2020 22:50 Uhr

Der FC Bayern München hat im Achtelfinale der Champions League den FC Chelsea ausgeschaltet. Dabei zeigte Robert Lewandowski einmal mehr, was er kann. Auf ihn wird es auch in der nächsten Runde gegen den FC Barcelona ankommen.

Der FC Bayern München hat in der Champions League das Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea 4:1 (2:1) gewonnen und ist damit eine Runde weiter. Das Hinspiel in London Ende Februar hatte der deutsche Rekordmeister bereits deutlich 3:0 gewonnen. Beim Wiedersehen in München nach fast einem halben Jahr erzielten am Samstag (08.08.2020) Robert Lewandowski (9. Minute, 84.), Ivan Perisic (24.) und Correntin Tolisso (76.) die Tore für die Bayern, für die Gäste aus London traf Tammy Abraham (44.).

Im Viertelfinale treffen die Bayern nun auf den FC Barcelona. Das Hinspiel findet am Freitag (14.08.2020) in Lissabon statt. "Die Vorfreude ist natürlich riesig, wir fahren mit Selbstvertrauen nach Portugal", sagte Bayerns Verteidiger David Alaba im Interview mit dem Sender "Sky". "Wenn man sich die letzten Wochen und Monate anschaut, müssen wir uns nicht verstecken."

Vorbereiter und Torschütze: Immer wieder Lewandowski

Tatsächlich hatten die Bayern auch im Rückspiel gegen den FC Chelsea gezeigt, was sie zu leisten im Stande sind. Es lief die siebte Spielminute, als Lewandowski alleine vor Chelsea-Schlussmann Willy Caballero auftauchte, diesen überlupfte und anschließend zu Boden ging. Zunächst blieb die Pfeife von Schiedsrichter Ovidiu Haţegan stumm, doch nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten revidierte er wenig später seine Entscheidung: Elfmeter für die Bayern - und Lewandowski trat selbst an und verwandelte. Saisontor Nummer zwölf in der Königsklasse, eine beeindruckende Quote.

Auch am zweiten Tor der Bayern war Lewandowski beteiligt. Erst verlud er mit einer einfachen Körpertäuschung Gegenspieler Andreas Christensen, dann legte er überlegt ab zu Perisic, der aus kurzer Distanz zum 2:0 traf (24.).

Zu diesem Zeitpunkt hatte Chelsea noch nicht einmal auf das Tor geschossen, doch das sollte sich ändern. Und wie: Callum Hudson-Odoi schlenzte den Ball an Manuel Neuer vorbei ins Tor, doch der Treffer zählte nicht, da Abraham zuvor im Abseits gestanden hatte (28.). Kurz vor dem Ende der ersten Hälfte trafen die Gäste erneut - und diesmal zählte das Tor auch. Eine Flanke von Chelseas Linksverteidiger Emerson ließ Neuer nach vorne abklatschen, Abraham hatte keine Mühe, den Ball im Netz unterzubringen.

Sorgen um Boateng

Die zweite Hälfte begann aus Sicht der Bayern mit einer Schrecksekunde. Es lief die 53. Minute, als sich Jérôme Boateng nach einer Rettungstat und ohne Einwirkung des Gegners verletzte. Wenig später nahm Trainer Hansi Flick Boateng vom Feld, für ihn kam der lange verletzte Niklas Süle.

Auch fortan war der FC Bayern die spielbestimmende Mannschaft und kam immer wieder zu Tormöglichkeiten, doch ein dritter Treffer gelang ihnen zunächst nicht. Bei Distanzschüssen von Thomas Müller (61.) und David Alaba (67.) fehlte nicht viel, doch ins Tor traf dann erst einer, der zuletzt gar keine tragende Rolle mehr gespielt hatte: Correntin Tolisso. Nach Vorlage von Lewandowski drückte der Franzose den Ball aus fünf Metern über die Torlinie.

Lewandowski setzt den Schlusspunkt

Das Spiel endete dann, wie es begonnen hatte, nämlich mit einem Tor von Lewandowski: Kopfball aus sieben Metern, ein Aufsetzer, Torhüter Caballero war ohne Abwehrchance. Kurz darauf war Schluss und Bayern im Viertelfinale. Später kündigte Flick an, er werde seinen Spieler nun erst einmal einen freien Sonntagvormittag spendieren. "Das Training morgen haben wir abgesagt", sagte Flick.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 08. August 2020 um 23:25 Uhr.

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