Die Deutsche Telekom steigerte ihren Umsatz auf 80,5 Milliarden Euro. | Bildquelle: dpa

Deutschland und USA Massive Ausfälle im Telekom-Netz

Stand: 16.06.2020 11:26 Uhr

Im Telekom-Mobilfunknetz hat es in der Nacht zum Dienstag in Deutschland und in den USA massive Störungen gegeben. Inzwischen sind die Probleme nach Angaben des Unternehmens behoben. Die Ursache sei jedoch noch unklar.

Seit etwa 7.00 Uhr MESZ könne man "wieder normal telefonieren und den Datenverkehr nutzen", teilte ein Telekom-Sprecher mit. In der Nacht zum Dienstag hatte es massive Störungen im Mobilfunknetz der Deutschen Telekom gegeben.

So hatten Kunden über die Internetportale allestoerungen.de und netzwelt.de sowie Twitter Probleme mit dem Mobilfunkempfang und mit dem mobilen Internet, unter anderem in den Großräumen Berlin, Hamburg, Frankfurt und München.

Das Festnetz war nach Unternehmensangaben nicht betroffen. Die Ursache sei jedoch weiterhin unklar und werde nun analysiert, hieß es weiter.

"Ausfall nicht akzeptabel"

Auch in den USA waren Kunden der Telekom-Tochter T-Mobile im ganzen Land von einer Netzstörung betroffen. Das sei jedoch reiner Zufall, erklärte der Sprecher der Deutschen Telekom. Es gebe keinen Zusammenhang mit den Störungen im deutschen Netz.

Allerdings kündigte die US-Branchenaufsicht Federal Communications Commission (FCC) Konsequenzen wegen der Porbleme an. "Der Ausfall des T-Mobile-Netzwerks ist nicht akzeptabel. Die FCC leitet eine Untersuchung ein. Wir fordern Antworten - und das auch für die amerikanischen Verbraucher", erklärte der Leiter der Telekommunikations-Regulierungsbehörde, Ajit Pai, auf Twitter.

T-Mobile hatte zuvor nicht sofort mit einer Stellungnahme auf die Störung reagiert. Technologie-Chef Neville Ray schrieb aber auf Twitter, man arbeite daran, die Sprach- und Datendienste wieder völlig herzustellen. Er verwies auch darauf, dass "alternative Dienste wie WhatsApp, Signal, iMessage, Facetime usw. wieder verfügbar" seien.

T-Mobile hat am 1. April offiziell seine 23 Milliarden Dollar schwere Fusion mit Sprint abgeschlossen und damit seine Position als drittgrößter Mobilfunkanbieter in den Vereinigten Staaten gefestigt.

1,1 Milliarden für den Mobilfunk

Die Ausfälle in Deutschland und den USA traten nur wenige Stunden vor dem Mobilfunkgipfel im Haus von Verkehrs- und Digitalminister Andreas Scheuer (CSU) auf. Die Teilnehmer wollen nicht nur darüber beraten, wie die letzten Funklöcher in Deutschland gestopft werden können, sondern auch wie die 1,1 Milliarden Euro vom Bund zu diesem Zweck verteilt werden sollen. Geplant seien außerdem eine Kommunikationsinitiative, um Ängste gegen den Mobilfunk abzubauen, und die Vereinfachung von Planungsverfahren, teilte ein Sprecher Scheuers mit.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 16. Juni 2020 um 06:04 Uhr.

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