Passanten gehen durch die Hohe Straße in Köln. | dpa

Wegen Omikron-Variante RKI verschärft Risikobewertung

Stand: 20.12.2021 20:33 Uhr

Das Robert Koch-Institut schätzt wegen der Omikron-Variante die Gefahr einer Ansteckung nun für zweifach Geimpfte und Genesene als "hoch" ein. Es warnt vor schlagartiger Erhöhung der Fallzahlen und Überlastung des Gesundheitssystems.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat wegen der Omikron-Variante des Coronavirus seine Risikobewertung aktualisiert. Für zweifach Geimpfte und Genesene werde die Gefahr einer Ansteckung nun als hoch angesehen, teilte das RKI mit.

Für Geimpfte mit Auffrischimpfung gilt die Gefährdung als moderat. Für Ungeimpfte bleibt sie sehr hoch. Für die Bevölkerung insgesamt sehe das RKI die Gefährdung durch Covid-19 als sehr hoch an, heißt es in der geänderten Risikobewertung weiter.

Im Wochenbericht von vergangenem Donnerstag hatte es noch geheißen: "Für vollständig Geimpfte wird die Gefährdung als moderat angesehen, steigt aber mit zunehmenden Infektionszahlen an." Die Gefährdung für die Gesundheit der nicht oder nur einmal geimpften Bevölkerung in Deutschland wurde "insgesamt als sehr hoch" eingeschätzt.

"Die Dynamik der Ausbreitung bremsen"

Grund für die geänderte Risikobewertung seien das Auftreten und die rasante Verbreitung der Omikron-Variante. Nach derzeitigem Kenntnisstand aus anderen Ländern verbreite sie sich deutlich schneller und effektiver als die bisherigen Virusvarianten. Dadurch könne es zu einer schlagartigen Erhöhung der Infektionsfälle und einer schnellen Überlastung des Gesundheitssystems und eventuell weiterer Versorgungsbereiche kommen, erklärte das Institut.

Das Ziel der Anstrengungen sei es, die Infektionszahlen deutlich zu senken, "um die Dynamik der Ausbreitung der Omikron-Variante zu bremsen, schwere Erkrankungen und Todesfälle zu minimieren und das Gesundheitswesen zu entlasten". Darüber hinaus gehe es um "die Vermeidung von Langzeitfolgen, die auch nach milden Krankheitsverläufen auftreten können und deren langfristige Auswirkungen noch nicht absehbar sind".

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. Dezember 2021 um 20:00 Uhr.