Peter Frank

Peter Frank ins Amt eingeführt Premiere für den neuen Generalbundesanwalt

Stand: 19.10.2015 12:58 Uhr

Er gilt als hervorragender Jurist, der ohnehin als Nachfolger für Generalbundesanwalt Harald Range vorgesehen war. Die Folgen der Ermittlungen gegen Netzpolitik.org verhalfen Peter Frank schneller zum neuen Amt. Nun nahm er seine Arbeit auf.

Der neue Generalbundesanwalt Peter Frank ist offiziell in sein Amt eingeführt worden. Er tritt die Nachfolge von Harald Range an, der die Leitung der Bundesanwaltschaft im Zuge der Affäre um die Ermittlungen wegen Landesverrats gegen das Internetportal "Netzpolitik.org" abgeben musste. Bundesjustizminister Heiko Maas hatte Range Anfang August in den Ruhestand versetzt und Frank als Nachfolger vorgeschlagen.

Frank, bislang Generalstaatsanwalt in München, sei ohnehin als Ranges Nachfolger vorgesehen gewesen, betonte ARD-Rechtsexperte Kolja Schwartz in der tagesschau. "Er gilt als hervorragender Jurist." Der 47-jährige Frank verfügt über Erfahrung als Richter, Staatsanwalt und im bayerischen Justizministerium. "Er soll einen sehr guten Umgang mit Mitarbeitern pflegen", sagte Schwartz.

Schwierige Aufgaben

Die Liste der Aufgaben des neuen Generalbundesanwalts ist lang. Frank müsse in der NSA-Ausspähaffäre entscheiden, ob er doch noch Ermittlungen aufnehme, nachdem sich sein Vorgänger Range in diesem Punkt immer sehr zögerlich gezeigt habe, so Schwartz. Auch der Rechtsterrorismus mit dem absehbaren Ende des NSU-Prozesses in München, die wachsende Zahl von Angriffen auf Flüchtlingsunterkünfte und ganz aktuell der Anschlag auf die Kölner Politikerin Henriette Reker sowie der islamistische Terror seien Themen, mit denen sich der neue Generalbundesanwalt befassen müsse.

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Moderation 19.10.2015 • 13:06 Uhr

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