CDU-Logo (Archivbild vom Parteitag 2011) | Bildquelle: picture alliance / dpa

Analyse zur Ministerliste Merkels Risiko

Stand: 25.02.2018 21:22 Uhr

Kanzlerin Merkel will ihren größten Kritiker zum Gesundheitsminister machen. Damit zeigt sie, dass sie das Rumoren der Basis gehört hat - dennoch droht Unmut, analysieren Tina Hassel und Oliver Köhr.

Es ist zumindest ein Signal, das Kanzlerin Angela Merkel mit ihrer Ministerliste an die eigene Partei sendet. Mit Jens Spahn wird ihr größter Kritiker aus der Vergangenheit künftig eine zentrale Rolle in Berlin spielen und in Zukunft das Gesundheitsministerium führen.

Vermutlich hatte Merkel am Ende auch gar keine andere Wahl. Es wäre der Kanzlerin nicht verziehen worden, hätte sie ihren konservativen Widerpart ein weiteres Mal übergangen, analysiert ARD-Korrespondent Oliver Köhr im Bericht aus Berlin. Die Mitglieder der Jungen Union und die Vertreter des Wirtschaftsflügels hätten beim Parteitag völlig zurecht die Frage gestellt: Warum wohl will Merkel eine solch starke Stimme, die für einen konservativen Kursschwenk steht, nicht in ihrem Kabinett haben?

Oliver Köhr, ARD Berlin, zur Ministerliste
Bericht aus Berlin 18:30 Uhr, 25.02.2018

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Dilemma gelöst

Es waren vermutlich noch weitere Gedanken, die Merkel zu dieser Personalie trieben. Die Kanzlerin musste befürchten, dass die Aufbruchstimmung, die sie mit der "Beförderung" Annegret Kramp-Karrenbauers entfacht hat, schnell wieder verpufft, so Köhr. Dieses Dilemma habe Merkel nun gelöst.

Merkel signalisiert aber nicht nur, dass sie das Rumoren der Basis gehört hat, analysiert Tina Hassel, Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios. Sie kann wohl auch auf einen weiteren Effekt hoffen: Mit dem Ministeramt zwingt sie Spahn nun zur Kabinettsdisziplin - künftig wird er sich um die Themen Pflegenotstand und Landärztemangel kümmern müssen. Da könne Spahn kaum mit seinem Lieblingsthema glänzen: die konservative Erneuerung.

Tina Hassel, ARD Berlin, zur Personalentscheidung Merkels
tagesschau 20:00 Uhr, 25.02.2018

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Kein Minister aus dem Osten

Und dennoch: Für Unmut dürfte auf dem Parteitag sorgen, dass kein Minister aus dem Osten vertreten ist, analysiert Hassel. Merkel habe das bei der Pressekonferenz noch versucht, wegzureden, so Köhr. Sie möchte als Teil des Kabinetts betrachtet werden, sagte sie dort und meint: Sie sei doch ostdeutsch genug. Doch ob das die ostdeutschen CDU-Mitglieder genau so sehen, sei fraglich.

Über dieses Thema berichteten die tagesschau am 25. Februar 2018 um 20:00 Uhr und die Sendung Bericht aus Berlin um 18.30 Uhr.

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