Häuser, in denen sich Mietwohnungen befinden | Bildquelle: dpa

Pläne bis 2020 Bund will Wohngeld erhöhen

Stand: 20.09.2018 21:34 Uhr

Die Mieten in Deutschland steigen. Das belastet vor allem die Geringverdiener. Um diese zu entlasten, will der Bund das Wohngeld in den nächsten Jahren aufstocken und mehr Sozialwohnungen bauen.

Bund, Länder und Kommunen, die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, der Mieterbund, Gewerkschaften und die Bauwirtschaft kommen am Freitag im Kanzleramt in Berlin zum Wohngipfel zusammen. Sie wollen beraten, wie in den kommenden Jahren zusätzlich insgesamt 1,5 Millionen neue Eigenheime gebaut und die Mieter entlastet werden können.

Bereits vor dem Gipfel wurde bekannt, dass der Bund das Wohngeld für Geringverdiener ab dem Jahr 2020 erhöhen, mehr Sozialwohnungen bauen und das Mietrecht mieterfreundlicher gestalten will. Auch die Wohnungsbauprämie für Bausparer solle attraktiver gestaltet werden. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf die Beschlussvorlage für den Wohngipfel in Berlin. Teilnehmer des Wohngipfel bestätigten den Bericht.

Dem Statistischen Bundesamt zufolge bezogen Ende 2017 knapp 600.000 einkommensschwache Haushalte die staatliche Leistungen. Das waren 1,4 Prozent aller privaten Haushalte. Bund und Länder gaben dafür rund 1,134 Milliarden Euro aus.

100.000 neue Sozialwohnungen

Zudem sollen bis 2021 mehr als 100.000 neue Sozialwohnungen gebaut werden. Dafür will der Bund für den Zeitraum 2018 bis 2021 den Ländern "mindestens fünf Milliarden Euro" zur Verfügung stellen, heißt es in dem Bericht.

Auch wolle der Bund Veränderungen im Mietrecht auf den Weg bringen, berichtete das RND. "Durch gesetzliche Mindestanforderungen an die standardisierte Gestaltung von Mietspiegeln wird die Bundesregierung für mehr Rechtssicherheit für Vermieter und Mieter sorgen." Der Betrachtungszeitraum für die ortsübliche Vergleichsmiete werde von vier auf sechs Jahre erweitert. Bei der Wohnungsbauprämie für Bausparer sollen laut Bericht die Einkommensgrenzen an die allgemeine Einkommens- und Preisentwicklung angepasst und der Prämiensatz erhöht werden.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 20. September 2018 um 22:15 Uhr.

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