Sahra Wagenknecht (l-r) und Dietmar Bartsch, beide Fraktionsvorsitzende der Linken im Deutschen Bundestag, Bernd Riexinger und Katja Kipping, Bundesvorsitzende der Linken, gedenken mit einer Kranzniederlegung auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde an die 1919 ermordeten Kommunistenführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.  | Bildquelle: dpa

100. Todestag Kränze für Karl und Rosa

Stand: 13.01.2019 12:42 Uhr

100 Jahre nach der Ermordung von Luxemburg und Liebknecht haben die Linkspartei und vor allem deren Anhänger der Kommunistenführer gedacht Im Vorfeld warnten Kritiker vor einer Romantisierung.

Tausende Menschen haben in Berlin an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht erinnert. Auch die Parteispitze kam zum traditionellen, stillen Gedenken und legte Kränze an der Gedenkstätte der Sozialisten am Zentralfriedhof Friedrichsfelde nieder. Das eigentliche Grabfeld liegt weiter im Inneren des Friedhofs. Es ist der 100. Todestag von Liebknecht und Luxemburg, die am 15. Januar 1919 von Freikorps-Soldaten in Berlin erschossen wurden.

Neben der offiziellen Gedenkfeier wurde zu weiteren Kundgebungen und Demonstrationen in der Hauptstadt aufgerufen. Ein Überblick:

Liebknecht und Luxemburg nicht romantisieren

Die Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur stellte im Vorfeld fest, dass die alljährliche linke Liebknecht-Luxemburg-Demonstration wegen des 100. Jahrestages besondere Aufmerksamkeit finden würde. Das führe zum Teil zu "unkritischen Perspektiven", sagte Geschäftsführerin Anna Kaminsky.

Sie warnte vor einer "Romantisierung kommunistischer Politik sowohl in der Frühphase als auch im weiteren Verlauf der Weimarer Republik" und warb für einen "differenzierten und kritischen Umgang mit den beiden Symbolfiguren der Revolution, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht". Einerseits seien Luxemburg und Liebknecht jahrelang für die realsozialistische Propaganda in der DDR herangezogen worden, andererseits hätten sich auch Angehörige oppositioneller Gruppen in der DDR auf die beiden KPD-Gründer bezogen.

Jährlich wird der beiden ermordeten Mitbegründer der KPD mit einer Demonstration gedacht. Mehrere tausend Menschen - vor allem aus dem linken Spektrum, darunter viele einstige DDR-Kader, beteiligen sich. Die Großdemonstration endet traditionell an der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde. Seit 2006 erinnert ein Gedenkstein am Rande der Gedenkstätte an die Opfer politischer Repression in der Sowjetunion und DDR.

Rosa Luxemburg - wer war sie wirklich?
tagesthemen 23:15 Uhr, 13.01.2019, André Kartschall, RBB

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 13. Januar 2019 um 14:00 Uhr.

Darstellung: