Tara Moghiseh aus Rheinland-Pfalz mit ihrem Projekt "CELLnet: automatisierte Leukozytendifferenzierung für die Leukämiediagnostik mit KI" zum Bundeswettbewerb "Jugend forscht" 2019. | Bildquelle: dpa

"Jugend forscht" Auszeichnung für außergewöhnliche Ideen

Stand: 19.05.2019 16:44 Uhr

Ideen zur besseren Krebsdiagnostik, schwebende Skateboards oder eine Maschine zum Feinschliff an Knochenimplantaten: In Chemnitz hat Bundespräsident Steinmeier die "Jugend forscht"-Sieger ausgezeichnet.

Beim 54. Wettbewerb "Jugend forscht" sind in Chemnitz die besten Nachwuchsforscher aus Deutschland ausgezeichnet worden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gratulierte den Gewinnern. Er sprach dem Wettbewerb eine "herausragende Bedeutung" zu. Die Forschungsergebnisse und Entdeckungen könnten dazu beitragen, dass wir die Welt ein ‎Stück besser verstehen und vielleicht sogar in Zukunft ein wenig besser leben und arbeiten ‎können, sagte er.

Auszeichnung in sieben Fachgebieten

Insgesamt hatten sich 190 Jungforscher mit 111 Projekten für den Bundesentscheid qualifiziert. Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb fördert Talente bis zu einem Alter von 21 Jahren in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Ausgezeichnet wurden die Bundessieger in sieben Fachgebieten wie Biologie, Chemie, Physik und Arbeitswelt, auch Sonderpreise etwa für die originellste Arbeit wurden vergeben.

Jakob Rehberger (l) und Jonas Münz aus Baden-Württemberg werden beim Bundesfinale im Nachwuchswettbewerb ''Jugend forscht'' mit dem Preis des Bundespräsidenten geehrt. | Bildquelle: dpa
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Jakob Rehberger (l) und Jonas Münz erhielten den Preis für eine neuartige Ultraschall-Maschine.

Ultraschall-Maschine für Feinschliff an Titanschrauben

Den Preis des Bundespräsidenten für eine außergewöhnliche Arbeit erhielten den Organisatoren zufolge der 16-jährige Jonas Münz und der 17 Jahre alte Jakob Rehberger aus Baden-Württemberg. Sie wurden für eine neuartige Ultraschall-Maschine ausgezeichnet, mit der scharfe Kanten und kleinste Verunreinigungen an den Titanschrauben von Knochenimplantaten entfernt werden können. Gut ein Jahr haben die beiden Gymnasiasten für ihre Erfindung gebraucht.

"Jugend-forscht": Tara Moghiseh erhielt den ersten Preis in der Kategorie Arbeitswelt. | Bildquelle: dpa
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Ideen zur besseren Krebsdiagnostik: Tara Moghiseh erhielt den ersten Preis in der Kategorie Arbeitswelt.

Den ersten Preis in der Kategorie Arbeitswelt erhielt Tara Moghiseh aus Rheinland-Pfalz. Sie nutzte den Einsatz künstlicher Intelligenz, um verschiedene Typen weißer Blutkörperchen - etwa von Leukämiekranken - automatisch zu erkennen.

Den Bundespreis für Chemie erhielten Paul Kunisch und Thomas Derra aus Bayern. Sie gewannen mit ihrem Bindemittel zur Bekämpfung von Ölteppichen aus Gewässern.

Felix Sewing und Alex Korocencev (Baden-Württemberg) mit ihrem Projekt "MLV · Magnetically Levitated Vehicle" zum Bundeswettbewerb "Jugend forscht" 2019. | Bildquelle: dpa
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Felix Sewing und Alex Korocencev (Baden-Württemberg) räumten mit einer Art schwebenden Skateboard den Preis im Fachbereich Technik ab.

Auszeichnung für schwebendes Skatebord

Den Preis im Fachbereich Technik erhielten Felix Sewing und Alex Korocencev (Baden-Württemberg) mit einer Art schwebendem Skateboard. Inspiriert vom Science-Fiction-Klassiker "Zurück in die Zukunft" konstruierten die beiden ein Gerät mit vier rotierenden Scheiben, die auf einer darunter liegenden Metallplatte ein abstoßendes Magnetfeld erzeugen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 19. Mai 2019 um 13:15 Uhr.

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