Ein Passant geht am Kolosseum vorbei.  | picture alliance/dpa/XinHua

Bundesregierung Italien und Kanada werden Hochrisikogebiete

Stand: 30.12.2021 12:15 Uhr

Wegen hoher Infektionszahlen gelten Italien, Kanada und Malta ab dem 1. Januar als Hochrisikogebiete. Die neun Virusvariantengebiete, für die noch strengere Reiseregeln gelten, sollen hingegen bald zu Hochrisikogebieten zurückgestuft werden.

Das Auswärtige Amt weist zum 1. Januar neue Hochrisikogebiete aus: Neben Italien und Kanada stehen auch Malta und San Marino auf der Liste, die das Robert Koch-Institut veröffentlicht. Von der Liste gestrichen wird hingegen Mauritius.

Ab dem kommenden Dienstag will die Bundesregierung außerdem die wegen der starken Ausbreitung der Omikron Variante verhängten Einreisebeschränkungen für Großbritannien, Südafrika, Namibia und sechs weitere afrikanische Staaten wieder lockern. Die neun Länder sollen dann vom Virusvariantengebiet zum Hochrisikogebiet zurückgestuft werden. Das RKI wies aber darauf hin, dass kurzfristige Änderungen möglich sind.

Zehn Tage Quarantäne für Ungeimpfte

In Italien waren die Corona-Infektionszahlen in den vergangenen Tagen in die Höhe geschossen. Am Mittwochabend meldeten die Behörden rund 98.000 Corona-Neuinfektionen und fast 150 Todesfälle binnen eines Tages. Die Regierung in Rom kündigte daher an, die Maßnahmen zu verschärfen - so gilt ab dem 10. Januar unter anderem in Hotels, Kongresszentren, im öffentlichen Nah- und Fernverkehr, in Skiliften und auf Festen die 2G-Regel.

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Für Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht beendet haben, endet die Quarantäne laut Bundesgesundheitsministerium fünf Tage nach Einreise - zuvor war die Grenze das zwölfte Lebensjahr. Geimpfte und Genesene müssen ihre Einreise digital anmelden.

Die Einstufung erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot. Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Regeln wegen Omikron verschärft

Als Virusvariantengebiet gelten hingegen Gebiete, in denen Varianten des Coronavirus kursieren, die in Deutschland noch nicht so verbreitet sind, wie beispielsweise die deutlich ansteckendere Omikron-Variante. Die Bundesregierung hatte die Regeln für die Einreise aus Virusvariantengebieten wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante erst vor kurzem verschärft. Wer aus einem solchen Gebiet nach Deutschland einreist, braucht bei der Einreise künftig einen aktuellen negativen PCR-Test.

Zusätzlich müssen alle - auch Genesene oder Geimpfte - eine strikte 14-tägige Quarantäne einhalten; eine "Freitestungsmöglichkeit" besteht hier nicht. Ausnahme: Wer über einen vollständigen Impfschutz verfügt, kann die Quarantäne mit Übersendung des Impfnachweises beenden, wenn das RKI festgestellt hat, dass dieser Impfstoff gegen die Virusvariante hinreichend wirksam ist. 

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 30. Dezember 2021 um 11:40 Uhr.