Die Grünen-Vorsitzenden Cem Özdemir und Simone Peter sitzen nebeneinander | dpa

Streit an der Grünen-Spitze Peter ermahnt Ko-Parteichef Özdemir

Stand: 29.10.2016 11:27 Uhr

Differenzen an der Doppelspitze der Grünen sind nicht neu. Ein knappes Jahr vor der Bundestagswahl wird der Ton aber offenbar schärfer: Grünen-Vorsitzende Peter ermahnte ihren Ko-Chef Özdemir öffentlich zu mehr "Teamfähigkeit".

Grünen-Chefin Simone Peter hat ihren Ko-Vorsitzenden Cem Özdemir scharf kritisiert. Peter forderte Özdemir auf, sich teamfähiger zu verhalten, wie das Magazin "Der Spiegel" schreibt. "Das Amt der Bundesvorsitzenden beinhaltet, Kompromisslinien zu finden und die Partei im Team zu führen, nicht als Ich-AG", sagte Peter demnach.

Vorsitzende informieren getrennt über Parteitag

Dass es Differenzen an der Doppelspitze der Partei gibt, ist bekannt. Doch der Ton wird offenbar schärfer. Mitte November findet in Münster ein Bundesparteitag der Grünen statt. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios soll es wegen der Differenzen im Vorfeld des Parteitages sogar zwei getrennte Hintergrundrunden geben, auf denen die beiden Vorsitzenden über den Parteitag informieren.

Derzeit läuft die Urwahl zum Grünen-Spitzenduo für die Bundestagswahl 2017. Peter hatte sich hierfür nicht beworben, damit ist Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt als einzige weibliche Anwärterin gesetzt. Özdemir bewirbt sich neben Fraktionschef Anton Hofreiter und Schleswig-Holsteins Vize-Ministerpräsident Robert Habeck um den zweiten Posten. Auf Urwahlforen stellen sich die Kandidaten derzeit in ganz Deutschland vor, an diesem Wochenende in München.

IHRE MEINUNG

KOMMENTARE

Avatar
Jan Sensibelius 29.10.2016 • 19:07 Uhr

um 17:17 von karlheinzfaltermeier

>Ich habe jedenfalls den Verdacht, daß ein Anwalt, noch dazu ein Verteidiger, in einem Strafprozess nie auf der Suche nach der Wahrheit ist, sondern nur sowieso Freispruch fordert bzw. nur das "beste" Urteil für seinen Mandanten herausholen will! Das mache ich auch nicht zum Vorwurf, denn mit seinem Gewissen muß er sich selbst auseinandersetzen!< Nochmals, es ist des Anwalts Job dies zu tun.Tut er es nicht, macht er sich sogar möglicherweise strafbar. Sowohl der Verteiger als auch der Staatsanwalt vertreten i.d.R. Maximalpositionen. Das Urteil spricht der Richter.