Delegationsmitglieder gehen zum Abflug des Airbus A340-300 "Konrad Adenauer" aus Addis Abeba in Äthiopien.

Flugbereitschaft Geld für neue Regierungsflieger bewilligt

Stand: 10.04.2019 23:09 Uhr

Geplatzte Reifen, defekte Hydraulik, Ausfall des Funks: Die Flugbereitschaft hat jüngst mit Pannen für Schlagzeilen gesorgt. Nun hat der Haushaltsausschuss Geld für drei neue Maschinen bewilligt.

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat den Kauf von drei neuen Langstreckenmaschinen für die Flugbereitschaft der Bundeswehr gebilligt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwochabend aus Kreisen des Ausschusses. Die Luftwaffe kommentierte die Entscheidung bei Twitter:

Lieferung bis Mitte 2020

Die neuen Maschinen vom Typ A350-900 sollten bis Mitte 2020 geliefert werden. Über die Kosten lagen keine Informationen vor. Ein neuer Airbus A350 kostet nach Expertenangaben bis zu 180 Millionen Euro. Ein Umbau auf die Ausstattung als Regierungsmaschine zieht weitere Kosten nach sich. Die Maschinen sollen beim Hersteller geordert werden.

Die Flugbereitschaft hat 14 teils recht alte Flugzeuge, die für Flüge von Kabinettsmitgliedern oder des Bundespräsidenten eingesetzt werden. Nach zahlreichen Pannen hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen im Februar die Beschaffung von drei neuen Langstreckenmaschinen in Auftrag gegeben.

Mehrere Pannen

Betroffen von Flugausfällen waren mehrere Mitglieder des Kabinetts: Kanzlerin Angela Merkel musste ihre Reise zum G20-Gipfel in Argentinien verschieben, Außenminister Heiko Maas saß im Februar vorübergehend im westafrikanischen Mali fest. Auch Entwicklungsminister Gerd Müller wurde kürzlich auf einer Afrikareise von einer Flugzeugpanne aufgehalten.

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Nur Fliegen wäre schöner

Keine Fluggastrechte, keine Erstattung, keine Entschädigung - aber jede Menge Pannen. Wer auf die Flugbereitschaft der Bundeswehr angewiesen ist, muss leidensfähig sein. Ein Überblick der prominentesten Fälle.

Angela Merkel kommt auf dem Flughafen Neu Delhi an.

Da klappte es wenigstens technisch: Kanzlerin Angela Merkel kam 2011 bei ihrem ersten Flug mit der neuen Regierungsmaschine trotzdem mit mehrstündiger Verspätung in Indien an, weil der Iran zeitweise keine Überflugrechte erteilte. Vier Jahre später streikte ihr Airbus bei einem Besuch in dem Land - zurück ging es in einem Truppentransporter der Bundeswehr. | Bildquelle: dpa

Geld für neue Regierungsflugzeuge bewilligt
Markus Sambale, ARd Berlin
11.04.2019 08:48 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 11. April 2019 um 04:55 Uhr.

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