Ein Eurofighter stürzt vom Himmel | Bildquelle: Thomas Steffan/dpa

Mecklenburg-Vorpommern Eurofighter-Pilot stirbt bei Absturz

Stand: 24.06.2019 16:31 Uhr

Zwei Bundeswehr-Eurofighter sind in der Müritz-Region in Mecklenburg-Vorpommern abgestürzt. Dabei kam einer der beiden Piloten ums Leben. Der andere wurde lebend gefunden.

In der Nähe von Waren (Müritz) in Mecklenburg-Vorpommern sind zwei Bundeswehr-Eurofighter zusammengestoßen und abgestürzt. Wie die Luftwaffe bestätigte, kam dabei einer der beiden Piloten ums Leben.

Zwei Eurofighter nach Kollision abgestürzt
tagesschau 20:00 Uhr, 24.06.2019, Martin Möller, NDR

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Piloten betätigten Schleudersitz

Den anderen fanden Rettungsmannschaften lebend. Das bestätigte das Verteidigungsministerium. Er konnte sich mit einem Fallschirm retten, der sich in einer Baumkrone verhakte. Er wurde verletzt in die Uniklinik Rostock gebracht. Die Luftwaffe teilte mit, beide Piloten hätten zuvor den Schleudersitz betätigt. Die Ermittlungen zur Unfallursache führt die Bundeswehr. Dazu sucht sie nach dem Flugdatenschreiber.

Von der Leyen reist an Unglücksstelle

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen besuchte am Abend den Unglücksort. Sie machte sich ein Bild von der Absturzstelle und lobte den schnellen und engagierten Einsatz der Helfer vor Ort. Es sei zu früh, um etwas zur Unfallursache oder über mögliche Konsequenzen zu sagen. Von der Leyen traf auch den Inspekteur der Luftwaffe, Ingo Gerhartz, und Landesinnenminister Lorenz Caffier.

Auch die Bundesregierung äußerte ihre Trauer über den Tod des Soldaten. "Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und Freunden des Verunglückten", schrieb Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter. Auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig äußerte sich in Berlin "sehr bestürzt" über das Unglück. Zugleich dankte sie den vielen Rettungskräften, die vor Ort im Einsatz waren.

Absturz auf unbewohntes Gebiet

Das Innenministerium in Schwerin erklärte, eines der beiden Flugzeuge sei nahe der Ortschaft Jabel in ein Waldstück gestürzt, das andere südlich der Ortschaft Nossentiner Hütte an einem Waldrand. Die beiden Orte sind rund zehn Kilometer voneinander entfernt. Es gibt bislang keine Berichte über verletzte Zivilisten oder Anwohner.

Ihr Ort habe Glück im Unglück gehabt, sagte die Bürgermeisterin von Nossentiner Hütte. Feuerwehren der Region hätten den Brand an der Absturzstelle am Ortsrand unter Kontrolle gebracht. In der Region läuft derzeit ein Großeinsatz von Rettungskräften. Die Polizei warnte vor gefährlichen Trümmerteilen im Bereich Malchow. Die Teile sollten nicht berührt werden.

Hintergrund: Der Eurofighter

Der Eurofighter ist ein von Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien entwickelter Kampfjet. Die deutsche Luftwaffe unterhält nach eigenen Angaben 140 Maschinen. Der typischerweise einsitzige Jet ist 15,9 Meter lang und fliegt mit bis zu zweifacher Schallgeschwindigkeit. Er kann sowohl für Luft-Luft- als auch für Luft-Boden-Einsätze bewaffnet werden.

Um das einstige europäische Prestigeprojekt gab es unter anderem in Deutschland lange politische Diskussionen. So wurden neben den Anschaffungskosten von mehr als 100 Millionen Euro pro Jet mehrmals technische Mängel an dem Flugzeug kritisiert. Deutschland hatte 2015 auch deshalb die Abnahme weiterer Flugzeuge kurzfristig ausgesetzt.

Für den Export wird der Eurofighter als "Typhoon" vermarktet. Nach Hersteller-Angaben wurden bisher mehr als 500 Maschinen an sieben Länder ausgeliefert.

Karte Mecklenburg-Vorpommern | Bildquelle: Google Earth
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Eines der beiden Flugzeuge ist nahe der Ortschaft Jabel in ein Waldstück gestürzt, das andere südlich der Ortschaft Nossentiner Hütte an einem Waldrand.

Dritter Jet an Übung beteiligt

Die Kollision ereignete sich der Luftwaffe zufolge gegen 14 Uhr über dem Fleesensee. Demnach verunglückten die Maschinen bei Luftkampfübungen. Daran sei auch ein dritter Eurofighter beteiligt gewesen. Dessen Pilot habe nach dem Unglück im Luftraum über Plau am See auch zwei Fallschirme niedergehen sehen und gemeldet.

Die Bundeswehr verfügt über rund 140 Eurofighter. Die beiden abgestürzten Maschinen hatten keine Munition geladen, wie eine Sprecherin des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte sagte. Sie gehörten zum Luftwaffengeschwader 73 "Steinhoff", das in Laage bei Rostock stationiert ist.

Schwesig bestürzt - Luftwaffe bestätigt toten Pilot
Dagmar Pepping, ARD Berlin
24.06.2019 17:49 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. Juni 2019 um 15:00 Uhr.

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