Auf dem Bildschirm eines Smartphones ist der Startschirm der Corona-Warn-App abgebildet. | dpa

Check-in-Funktion erweitert Warn-App kann auch Luca-Codes scannen

Stand: 10.11.2021 17:02 Uhr

Der Check-in bei Veranstaltungen oder in Restaurants soll leichter werden: Die Corona-Warn-App kann nach einem Update nun auch QR-Codes einscannen, die für die Luca-App erstellt wurden. Umgekehrt funktioniert das aber nicht.

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes hat ihre Check-in-Funktion erweitert, mit der vor allem risikoreiche Begegnungen von Menschen in Innenräumen besser erfasst werden sollen. Die Anwendung kann nun zum Einchecken auch die QR-Codes einlesen, die für die Luca-App erstellt wurden. Damit müssen Veranstalter nur noch einen QR-Code für die unterschiedlichen Apps erzeugen. Dabei fließen keine Daten in das Luca-System.

Apps verfolgen unterschiedliche Konzepte

Die Corona-Warn-App (CWA) und die Luca-App verfolgen zwei unterschiedliche Konzepte, um die Infektionsraten einzudämmen: Die CWA registriert anonymisiert Personen, die sich für längere Zeit in einem Abstand von zwei Metern oder weniger befunden haben, als Risikokontakte. Bei der Luca-App werden gesicherte Kontaktdaten der Besucher erfasst, die bei Bedarf dem Gesundheitsamt zur Verfügung gestellt werden.

Beim Einchecken mit der CWA in geschlossenen Räumen wird berücksichtigt, dass sich dort die Aerosole auch über größere Entfernungen hinweg bewegen. Außerdem sind Luftpartikel, die von Infizierten ausgeatmet wurden, auch dann noch eine Zeit lang in einer gefährlichen Konzentration vorhanden, wenn die Betreffenden bereits den Raum verlassen haben.

Veranstalter und Gastwirte können für den Check-in einen QR-Code in der CWA generieren; sie können aber auch die Klötzchengrafik aus dem Luca-System verwenden.

Die App "Luca" läuft auf einem Smartphone eines Teilnehmers einer Pressekonferenz bei der die App vorgestellt wurde.  | dpa

Bei der Luca-App müssen die Besucher ihre Kontaktdaten angeben. Bild: dpa

Luca kann Codes der Warn-App nicht scannen

Apps wie Luca sind vor allem dazu gedacht, die vorgeschriebene Erfassung von Personen in Restaurants, Geschäften oder bei Events digital umzusetzen, damit es keine Zettelwirtschaft gibt. Dabei müssen die Besucher ihre Kontaktdaten angeben.

Solange die Infektionsschutzverordnungen der Bundesländer die Erfassung der persönlichen Daten vorschreiben, kann die Corona-Warn-App diese Aufgabe nicht übernehmen. Es ist nicht möglich, mit der CWA erzeugte QR-Codes mit der Luca-App einzuscannen.

Sachsen hat es allerdings im Mai als erstes Bundesland ermöglicht, die CWA auch für die rechtlich verbindliche Kontaktnachverfolgung einzusetzen.

Warn-App 35,8 Millionen Mal runtergeladen

Laut RKI wurde die Corona-Warn-App mittlerweile 35,8 Millionen Mal heruntergeladen. Die Luca-App verzeichnet nach Angaben der Betreiber inzwischen 36 Millionen registrierte Menschen in Deutschland.