In leeres Klassenzimmer in einer Grundschule in Essen. | Bildquelle: dpa

Beschluss der Kultusminister Vor den Sommerferien wieder zur Schule

Stand: 28.04.2020 23:00 Uhr

Die Schüler in Deutschland sollen bis zu den Sommerferien an ihre Schulen zurückkehren können - allerdings nicht in dem gewohnten Ausmaß. Das beschlossen die Kultusminister der Länder.

Alle Schüler in Deutschland sollen vor den Sommerferien zurück in die Schulen können. Der Schulbesuch solle tage- oder wochenweise möglich werden, sagte die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, die rheinland-pfälzische Kultusministerin Stefanie Hubig (SPD), in Mainz. Auf dieses Ziel hätten sich die Kultusminister der Länder geeinigt - es werde in den Bundesländern unterschiedliche Vorgehensweisen geben.

Kultusminister beschließen Rahmen für Wiederaufnahme des Schulunterrichts
Morgenmagazin, 29.04.2020, Kerstin Dausend, ARD Berlin

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Jedes Land entscheidet für sich

Um den Schulbesuch auch in Corona-Zeiten zu ermöglichen, haben sich die Kultusminister der Länder auf einen Maßnahmenkatalog verständigt. Damit sollen sich am Donnerstag Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten befassen. Über die genaue Umsetzung und Daten für den Schulstart entscheidet letztlich aber jedes Land für sich.

Zu den vereinbarten Maßnahmen gehören unter anderem:

  • Schülerinnen und Schüler sollen in Lerngruppen aufgeteilt werden, die zeitlich und räumlich voneinander getrennt werden. Zeiten für den Schulbeginn und die Pausen werden möglichst gestaffelt.
  • Jede Schule braucht einen Hygieneplan. Darin geht es um regelmäßiges Händewaschen, Abstand zu Mitschülern und Lehrern von mindestens 1,5 Metern und Beachtung der Regeln zum Husten und Niesen.
  • Fenster auf: In den Schulen soll häufig gelüftet werden.
  • Schülerinnen und Schüler mit Vorerkrankungen, die das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung erhöhen, sollen nicht in die Schule kommen müssen, sondern zu Hause lernen dürfen.
  • Sportunterricht soll nur stattfinden, wenn die Einhaltung der Hygienevorschriften sichergestellt ist.
  • Die Notbetreuung soll ausgeweitet werden.
  • Alle Abschlussprüfungen sollen in diesem Jahr stattfinden, solange der Infektionsschutz gesichert ist. Die Abschlüsse werden gegenseitig anerkannt.
  • Die Länder entscheiden über die Ausweitung des Präsenzunterrichts auf weitere Lerngruppen oder Jahrgangsstufen sowie über eine Konzentration auf Kernfächer.

Vorrang bei der Schulöffnung haben Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen an weiterführenden Schulen - sie kehren schon seit dem 20. April schrittweise in die Schulen zurück. Ab dem 4. Mai kommen die ältesten Klassen der Grundschulen dazu. Eine Ausweitung auf Klassen, die im kommenden Schuljahr ihren Abschluss machen, ist ebenfalls möglich - für weitere Klassenstufen dann je nach Stand des Infektionsgeschehens.

Rücksicht auf örtliche Gegebenheiten

Ob die Schüler dann einzelne Tage oder wochenweise in die Schulen zurückkehrten, werde jedes Land für sich entscheiden. Es gebe unterschiedliche örtliche Gegebenheiten. Ebenso wie für Schüler mit einem Gesundheitsrisiko gebe es auch keine Präsenzpflicht für entsprechende Lehrer.

Die Sommerferien beginnen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Als erstes Bundesland hat Mecklenburg-Vorpommern ab dem 22. Juni Sommerferien; insgesamt sechs Bundesländer bekommen bereits im Juni die großen Ferien. Als letzte Bundesländer starten Bayern und Baden-Württemberg Ende Juli mit den Sommerferien.

Kultusminister beraten über Schulöffnung
Kilian Pfeffer, ARD Berlin
28.04.2020 15:29 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. April 2020 um 12:00 Uhr.

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