Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU)  | Bildquelle: dpa

Söder im Bericht aus Berlin "Wir brauchen jetzt eine Perspektive"

Stand: 22.11.2020 19:02 Uhr

Bayerns Ministerpräsident Söder macht keine Hoffnungen auf Lockerungen - viel wahrscheinlicher sei eine Verlängerung des Teil-Lockdowns, so Söder im Bericht aus Berlin. Auf den Prüfstein sollen auch die Schulen.

In Sachen Corona gibt es laut dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder keine Aussicht auf Lockerungen und "keine Entwarnung". Der Teil-Lockdown habe Wirkung gezeigt, "weil viele Menschen mitgemacht" hätten, so Söder.

Markus Söder, Ministerpräsident Bayern CSU, zu möglichen Corona-Beschränkungen an Schulen
Bericht aus Berlin, 22.11.2020

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Allerdings müsse klar sein, dass wir den "mildesten Lockdown in Europa" haben und der jetzige auch milder sei als im Frühjahr, so der CSU-Chef weiter. Zwar hätten sich die Infektionszahlen mittlerweile stabilisiert. Aber: "Die Krankenhäuser laufen voll, die Todeszahlen steigen."

Mit Blick auf das Bund-Länder-Treffen am kommenden Mittwoch sagte Söder: "Wir werden sicherlich vorschlagen, den Lockdown zu verlängern oder auch zu vertiefen." Neben weiteren Kontaktbeschränkungen müsse auch das Thema Schule diskutiert werden, so Söder. "Insbesondere in den Hotspots ist es so, dass auch die Schule leider einer der Infektionsherde ist." Zur Debatte stünden etwa eine generelle Maskenpflicht - auch in der Grundschule - oder Wechsel-Unterricht in den höheren Klassen. Auch Lehrer müssten mit Masken ausgestattet werden.

Weniger Druck auf Schülerinnen und Schüler

Wichtig sei, dass der Leistungsdruck in den Schulen betrachtet werde - denkbar seien zum Beispiel weniger Prüfungen, so Söder. Es dürfe nicht sein, dass einer "nur wegen Corona" sitzen bleibe. Priorität habe, dass die Grundschulen und die Kitas offen blieben. Zu überlegen sei auch, die Winterferien früher zu beginnen oder später zu beenden.

Weihnachten werde in diesem Jahr kein normales Weihnachten. "Es soll schon im Kreise der Familie gefeiert werden, aber vielleicht nicht im Kreise der Großfamilie", so Söder. Mehr Sorgen bereite ihm Silvester. Es sei klar, dass es anlässlich des Jahreswechsels "keine großen Partys und keine großen Menschenansammlungen etwa am Brandenburger Tor" geben könne.

"Mit Impfstoff ändert sich die Lage deutlich"

Was Hoffnung mache, sei ein Impfstoff, so Söder. "Wenn es so ist, wie die Kanzlerin sagt, dass vielleicht Ende Dezember oder im Januar ein Impfstoff zur Verfügung stünde, dann ändert sich die Lage deutlich". Zwar müssten die Bürgerinnen und Bürger auch mit einem Impfstoff mit Corona leben, sagte Söder, "aber deutlich freier".

Wichtig sei, dass nun eine Perspektive entwickelt werde. "Es ist an der Zeit für einen richtigen Entwurf", so Söder. "Wir müssen uns mit der Wahrheit beschäftigen."

Auch Vizekanzler Olaf Scholz hatte in der "Bild am Sonntag" ("BamS") gesagt: "Alles spricht dafür, dass die aktuellen Beschränkungen über den 30. November hinaus noch eine Zeit lang fortgesetzt werden müssen."

Über dieses Thema berichtete das Erste "Bericht aus Berlin" am 22. November 2020 um 18:05 Uhr.

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