Ein Mann in einem roten Overall geht am Morgen in Berlin im Regierungsviertel die Treppen zum Paul-Löbe-Haus hinauf. | Bildquelle: dpa

Corona-Exit-Strategie In kleinen Schritten zur Normalität

Stand: 08.04.2020 13:14 Uhr

Raus aus dem Lockdown - aber wie? Eine schrittweise Öffnung - zunächst kleiner Läden - kann sich NRW-Ministerpräsident Laschet vorstellen. Das sei zu wenig, sagt die AfD. Sie wirbt für einen schnellen Kurswechsel.

Die Bundesregierung blockt bisher eine Debatte über gelockerte Anti-Corona-Maßnahmen ab. Angestoßen vom Ethikrat wird nun das Nachdenken über eine Exit-Strategie lauter. Weitgehend Einigkeit herrscht darüber, dass die Rückkehr zur Normalität nur schrittweise erfolgen sollte.

Diskussion über Lockerungen der Anti-Corona-Beschränkungen
tagesschau 16:00 Uhr, 08.04.2020, Julie Kurz, ARD Berlin

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet plädiert dafür, bei einer schrittweisen Lockerung der Maßnahmen zunächst kleine Läden wieder zu öffnen. Für die Gastronomie könne ein Kriterium sein, "wie gut der Schutz der Gäste und Mitarbeiter vor Ansteckung gewährleistet werden kann", sagte Laschet dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Für die Wiedereröffnung von Kitas und Schulen wäre nach seinen Worten eine bundesweit einheitliche Regelung am besten.

Armin Laschet, CDU, spricht sich für Zeitplan zur Rückkehr zur Normalität aus
tagesschau 09:00 Uhr, 08.04.2020

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

"Diesen Tag sehnen wir alle herbei"

Von einer schrittweisen Rückkehr zur Normalität geht auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther aus. Er erwarte keine umfassenden Lockerungen der strikten Corona-Beschränkungen unmittelbar nach Ostern. "Es ist gut möglich, dass es dann erst wenig Erleichterung gibt", sagte Günther der "Wirtschaftswoche".

Auch der Ministerpräsident des Saarlands, Tobias Hans, appelliert an die Geduld der Bevölkerung. Der Höhepunkt der Pandemie stehe noch bevor. Nun müssten sich die Menschen auch über die Osterfeiertage an die strengen Corona-Regeln halten. "Je mehr wir uns jetzt noch eine Zeit lang zusammenreißen, desto schneller, desto reibungsloser und desto gesünder werden wir wieder den Weg zurück in ein Leben ohne Auflagen und ohne Beschränkungen zurückfinden. Diesen Tag, den sehnen wir uns alle herbei", sagte Hans.

AfD will schnellere Öffnung

Die AfD kritisiert das Vorgehen der Bundesregierung scharf. In einem Positionspapier fordert die AfD-Fraktion die schnellstmögliche Aufhebung der Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft. Die derzeit geltenden Maßnahmen werden darin als "unverhältnismäßig" bezeichnet.

Die Restriktionen und die "weitgehenden" Eingriffe in die Grundrechte müssten nach dem Vorbild Österreichs ab dem 14. April gelockert und - "so gesundheitspolitisch vertretbar" - ganz abgeschafft werden.

Außerdem fordert die AfD eine Wiedereröffnung von Geschäften, Dienstleistern, Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben, aber auch von religiösen Einrichtungen. Voraussetzung seien Einlassbeschränkungen auf der Basis der Fläche oder des Rauminhalts und klare Hygiene- und Desinfektionsrichtlinien sowie Abstandsregelungen. Unter den entsprechenden Schutzmaßnahmen müsse es Christen auch erlaubt sein, Ostern in der Kirche zu feiern.

Altenheime wieder für Besucher öffnen?

Eine schrittweise Öffnung kann sich RKI-Chef Lothar Wieler vorstellen. Im Deutschlandfunk gab er jedoch zu bedenken: "Ein Exit suggeriert vielleicht, dass man einfach die ganzen Maßnahmen aufhebt und dann so lebt wie vor dieser Epidemie. Ich persönlich kann mir das momentan nicht vorstellen."

Ärztepräsident Klaus Reinhardt ist besonders über die Einschränkungen in Altenheimen besorgt und fordert neue Regeln. Besuche müssten wieder möglich sein, sagte der Präsident der Bundesärztekammer den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dies solle "abgesichert" ermöglicht werden. "Wir müssen da in Zukunft größeren Aufwand treiben."

Alle Besucher sollten Schutzkleidung tragen, forderte Reinhardt: "Sinnvoll wäre auch eine Schleuse, in der sich Gäste desinfizieren und Schutzkleidung anlegen müssen. Erst danach sollten sie die Räume der Bewohner betreten."

Wann es zu einer Lockerung kommt, entscheiden Bund und Länder. Am 15. April soll dies bei einer Schaltkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten thematisiert werden.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina bringt einen Zeitpunkt nach Ostern zur Lockerung der Kontaktbeschränkungen ins Spiel. Vorschläge dazu kommen auch vom Bundesinnenministerium und von Wirtschaftsforschern des Ifo-Instituts.

Die aktuellen Kontaktbeschränkungen gelten zunächst bis zum 19. April.

Konzepte für Exit-Stragien
Christopher Jähnert, ARD Berlin
08.04.2020 12:42 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 08. April 2020 um 09:00 Uhr.

Darstellung: