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Göring-Eckardt im Bericht aus Berlin "Die Antworten sind viel zu klein"

Stand: 16.12.2018 19:29 Uhr

Vor einem Dreivierteljahr hat die GroKo ihre Arbeit aufgenommen. Im Bericht aus Berlin zog die Grünen-Fraktionschefin Göring-Eckardt Bilanz: Mit ihrer Partei in der Regierung wäre einiges anders gelaufen.

Seit 278 Tagen ist die Große Koalition im Amt. Für die Fraktionschefin der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, hat sich die GroKo in der Zeit zu viel mit sich selbst beschäftigt, statt das Land voranzubringen. Im Bericht aus Berlin sagte sie, dass die Antworten der GroKo auf die großen Probleme zu klein seien: "Die Antworten sind nicht nachhaltig. Wir haben viel Zank erlebt, wir haben viel Streit erlebt."

Wären die Grünen in der Koalition statt in der Opposition vertreten, wäre einiges anders gelaufen, ist sich Göring-Eckardt sicher: "Eines hätten wir nicht gemacht: Wir hätten uns nicht dauernd mit uns selbst beschäftigt." Zwar hätte die GroKo eine Menge angepackt, aber: "Man kann trotzdem nicht sagen, dass es in diesem Jahr einen richtigen Schritt voran gegangen ist." Die sozialen Fragen und die Klimaschutzfragen müssten zusammengehören.

Katrin Göring-Eckardt, Franktionschefin B'90/ Die Grünen, zur Jahresbilanz der großen Koalition
Bericht aus Berlin, 16.12.2018

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"Grüne müssen radikaler werden"

Die Fraktionschefin der Grünen kündigte an, ihre Partei müsste in Klimakrisen radikaler werden. "Radikal bedeutet in erster Linie: Es geht jetzt um die Existenzfrage des Planeten."

Dass die Grünen mit ihren hohen Umfragewerten ein Scheinriese seien, wollte Göring-Eckardt so nicht bestätigen. Sie sagte, dass die Grünen eine normale, aber doch eine sehr erfolgreiche Partei seien: "Ich glaube, das liegt daran, dass die Probleme, um die wir uns kümmern, so groß sind. Nämlich die Klimaschutzfrage. Und es liegt daran, dass wir gemeinsam eine optimistische, fröhliche Haltung in Bezug auf die Zukunft haben. Das werden wir weitermachen, dann werden wir weiter erfolgreich sein, davon bin ich überzeugt."

Über dieses Thema berichtete der Bericht aus Berlin am 16. Dezember 2018 um 18:30 Uhr.

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