Ein Schüler mit einem Hoodie an der Tafel

Statistik zu Geringqualifizierten Schlecht Gebildeten droht Armut

Stand: 27.08.2015 12:42 Uhr

Wissen ist Macht, heißt es. Wissen beziehungsweise Bildung ist aber vor allem auch eine Chance, einen gut bezahlten Job zu finden. Andersherum bedeutet das: Geringe Bildung ist ein Armutsrisiko. Davon sind immer mehr Menschen in Deutschland betroffen.

Wer nur einen geringen Bildungsstand hat, lebt in Deutschland immer häufiger an der Grenze zur Armut oder darunter. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, war 2014 etwa jeder dritte Geringqualifizierte ab 25 Jahren armutsgefährdet. Während der Wert im Jahr 2005 noch bei 23 Prozent gelegen habe, seien es im vergangenen Jahr 31 Prozent gewesen. Dagegen habe sich das Armutsrisiko in der Gesamtbevölkerung kaum verändert.

Eine Hand reicht einer anderen Geldmünzen.

Geringe Bildung erhöht im späteren Leben die Wahrscheinlichekit für Armut.

Als armutsgefährdet gelten nach einer Definition der Europäischen Union Menschen, denen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens von Privathaushalten zur Verfügung steht. In Deutschland galten demzufolge im Jahr 2014 beispielsweise Einpersonenhaushalte mit einem monatlichen Einkommen von weniger als 917 Euro als armutsgefährdet.  

Zu den Geringqualifizierten werden Personen gezählt, die ausschließlich einen Hauptschul- oder Realschulabschluss beziehungsweise keinen Hauptschulabschluss sowie keine Berufsausbildung besitzen.

Armutsgefährdung 2014 (in Prozent, 25 Jahre und älter)
Insgesamt Geringes Qualifikationsniveau
Deutschland 15,4 30,8
Früheres Bundesgebiet (ohne Berlin) 14,5 29,8
Neue Bundesländer (einschließlich Berlin) 19,2 37,5
Quelle: Destatis

Die neuen Daten zeigen, dass auch 25 Jahre nach der Wiedervereinigung die Unterschiede zwischen Ost und West enorm sind. Unabhängig vom Bildungsniveau liegt die Armutsgefährdung in den neuen Bundesländern plus Berlin etwa ein Drittel höher als in den alten Bundesländern.

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KOMMENTARE

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SGB 27.08.2015 • 13:09 Uhr

Wer mit über 50

als Dipl.-Ing. seinen Job verliert (Verschlankung des Unternehmens) bekommt keinen mehr bekommen. Hatte so gar mal einen promovierten Chemiker, der an der Uni gearbeitet hat und aus Kostengründen seinen Job verlor (war Mitte 50). Jetzt jobt er mehr recht als schlecht durch sein Leben.