Kreml-Sprecher Dmitri Peskow (Archivbild) | REUTERS

Ukraine-Konflikt Russland wirft Westen Dämonisierung vor

Stand: 12.12.2021 17:57 Uhr

Während die G7-Staaten Russland eindringlich vor einem Angriff auf die Ukraine warnen, holt Kreml-Sprecher Peskow zum verbalen Gegenschlag aus: Es gehe dem Westen darum, Russland als "Aggressor" zu dämonisieren.

Der Kreml hat dem Westen angesichts der Spannungen im Ukraine-Konflikt vorgeworfen, Russland international zu dämonisieren. Moskau bedrohe niemanden, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in einem im russischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview.

"Das Anheizen der gespannten Nachrichtenlage und so weiter, das wird einmal mehr mit dem Ziel einer weiteren Dämonisierung Russlands gemacht", sagte Peskow. Russland solle so als "Aggressor" dargestellt werden. Auch Präsident Wladimir Putin hatte zuletzt Vorwürfe zurückgewiesen, dass Russland einen Überfall auf die Ukraine plane.

Putin kritisiert Ausbreitung der NATO-Truppen

Die führenden westlichen Industrienationen - G7 - warnten Russland eindringlich vor einem Angriff auf die Ukraine und drohten Konsequenzen an. Putin hatte sich am vergangenen Dienstag auch bei einem Video-Gipfel mit US-Präsident Joe Biden über die Spannungen an der russisch-ukrainischen Grenzen ausgetauscht. Der Kreml-Chef kritisierte die Ausbreitung der NATO-Truppen nach Osten.

Zuletzt hatten Angaben der NATO über eine Konzentration russischer Truppen in der Nähe der ukrainischen Grenze international Besorgnis ausgelöst. Demnach hat Russland dort derzeit zwischen 75.000 und 100.000 Soldaten zusammengezogen. Befürchtet wird, dass ein russischer Angriff auf das Nachbarland bevorstehen könnte. Russland wies wiederholt zurück, einen Angriff auf die Ukraine zu planen.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 12. Dezember 2021 um 17:03 Uhr.