Das Rettungsschiff "Ocean Viking" hat im Mittelmeer 34 Menschen von einem Segelboot gerettet. | Bildquelle: AP

"Ocean Viking" 34 Menschen von Segelboot gerettet

Stand: 10.09.2019 15:27 Uhr

Eine Schwangere, ein Kleinkind sowie 32 weitere Menschen wurden von dem Rettungsschiff "Ocean Viking" aus Seenot gerettet. An Bord befinden sich nun mehr als 80 Gerettete - unklar ist, wie es für die Migranten weitergeht.

Das Rettungsschiff "Ocean Viking" hat erneut 34 Menschen, die auf dem Mittelmeer in Seenot geraten sind, aufgenommen. Die Migranten seien in der Nacht bei schlechtem Wetter zunächst von einem Segelboot namens "Josefa" gerettet worden, schrieben die Helfer auf Twitter.

Die Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée betreiben das Rettungsschiff, das unter norwegischer Flagge fährt, gemeinsam. Laut Helfern sei die Situation an Bord des Segelbootes ein Notfall gewesen. Eine Schwangere und ein einjähriges Kind seien unter den Geretteten.

80 Gerettete an Bord

Auf dem Schiff befinden sich nun 80 Migranten. Am Sonntag hatte die "Ocean Viking" vor der libyschen Küste bereits 50 Menschen in Seenot gerettet. Eine Erlaubnis, in einen Hafen in Italien oder Malta einzufahren, gibt es bisher nicht.

Lösung für Migranten auf der "Alan Kurdi"

Für die Migranten auf dem Seenotrettungsschiff "Alan Kurdi" gibt es nach tagelanger Blockade auf dem Mittelmeer eine Lösung: Auf dem Boot befinden sich fünf Gerettete, die von zwei EU-Ländern aufgenommen werden sollen, teilte die maltesische Regierung mit. Welche Länder dies sind, sei noch unklar. Die Migranten sollten nach Angaben der Regierung nicht in Malta bleiben.

Das Boot wird von der deutschen Hilfsorganisation Sea-Eye betrieben. Zuvor hatte das Schiff tagelang vor Malta ausgeharrt und andere Länder um Hilfe gebeten. Einige der 13 Migranten, die nach Angaben der Organisation aus Tunesien kommen, wurden zuvor als Notfälle an Land gebracht. Italien verwehrte dem Schiff tagelang die Einfahrt.

Über dieses Thema berichteten am 10. September 2019 tagesschau24 um 11:30 Uhr in den "Hundert Sekunden" und die tagesschau um 13:05 Uhr im ARD-Mittagsmagazin.

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