Polizisten stehen auf einem Bahnsteig der U-Bahn in New York. | AFP

Schüsse in New Yorker U-Bahn Polizei fahndet nach 62-Jährigem

Stand: 13.04.2022 17:05 Uhr

Nach den Schüssen in der New Yorker U-Bahn mit 23 Verletzten wird ein 62-jähriger Mann nun offiziell als Verdächtiger gesucht. Er hatte einen Kleinlaster gemietet, dessen Schlüssel am Tatort gefunden worden war.

Von Peter Mücke, ARD-Studio New York

Bei der Pressekonferenz am Dienstag hatte die Polizei mehrfach betont, der 62-jährige Mann sei lediglich eine "Person von Interesse". Jetzt hat ihn der New Yorker Bürgermeister Eric Adams in mehreren Radio-und Fernsehinterviews zum "Verdächtigen" erklärt. Es werde weiterhin nach ihm gesucht.

Peter Mücke ARD-Studio New York

Der Mann hatte nach Erkenntnissen der Ermittler in Philadelphia einen Kleintransporter gemietet, dessen Schlüssel im Rucksack des Tatverdächtigen gefunden worden war. Die Polizei stellte den Transporter acht Kilometer vom Tatort entfernt sicher.

YouTube-Videos auch zu Waffengewalt

Auf einem YouTube-Kanal mit mehr als 300 Abonnenten soll der Mann mit Wohnsitzen in Philadelphia und Wisconsin Dutzende Videos hochgeladen haben, in denen es um Obdachlosigkeit, Politik und Waffengewalt geht. Und offenbar auch eines, das sich direkt an den New Yorker Bürgermeister Adams wendet und in dem er über psychische Probleme und erlittene emotionale Gewalt spricht, die "einen zur Waffe greifen" lasse.

Der Polizeischutz für den Bürgermeister war daraufhin aufgestockt worden.

Kleintransporter führte auf die Spur

Bei dem Angriff am Dienstagmorgen in einer vollbesetzten U-Bahn im New Yorker Stadtteil Brooklyn waren 23 Menschen verletzt worden. Zunächst habe der Tatverdächtige zwei Rauchbomben gezündet und dann mit einer halbautomatischen Handfeuerwaffe mindestens 33 Mal geschossen, so die New Yorker Polizei.

In Panik stürmten die Menschen an einer Haltestelle aus dem Zug ins Freie. Dabei gelang auch dem Tatverdächtigen die Flucht. Zurück ließ er die Waffe, mehrere Magazine, eine kleine Axt, einen Rucksack mit Feuerwerkskörpern und einen Behälter mit Flüssigkeit - vermutlich Benzin. Außerdem den Schlüssel für den Kleintransporter, der die Ermittler auf seine Spur führte. Auf Hinweise zur Festnahme des Tatverdächtigen wurde inzwischen eine Belohnung von 50.000 Dollar (rund 46.000 Euro) ausgesetzt.