Smog und Nebel umhüllen den Rajpath in Neu-Delhi, Indien. | AP

Luftverschmutzung Kein Land hält WHO-Grenzwerte ein

Stand: 22.03.2022 10:10 Uhr

Die Luftqualität bleibt überall auf der Welt unzureichend. Kein Land konnte laut WHO 2021 die Grenzwerte für Luftverschmutzung einhalten. In einigen Städten wurden sie sogar um das Zehnfache überstiegen.

Kein einziges Land hat die internationalen Grenzwerte für Luftqualität im vergangenen Jahr einhalten können. Das teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit. Das ergebe sich aus den Daten in 6475 Städten. In einigen Regionen sei nach dem Pandemie-bedingten Stillstand die Luftverschmutzung wieder angestiegen.

Die WHO empfiehlt, dass die Konzentration von kleinen und gefährlichen Luftpartikeln nicht fünf Mikrogramm pro Kubikmeter überschreiten sollte. Nur 3,4 Prozent der untersuchten Städte erfüllten die Norm im Jahr 2021. In 93 Städten wurden Luftverschmutzungen gemessen, die das Zehnfache der empfohlenen Höchstwerte betrugen.

Fortschritte in China, Rückschritte in Indien

"Es gibt viele Länder, die große Fortschritte bei der Reduzierung machen", sagte der für die WHO arbeitende Experte Christi Schroeder. "China hat mit sehr hohen Werten begonnen, die im Laufe der Zeit immer weiter sinken."

Dagegen verschlechterte sich die Luftqualität in Indien. Neu-Delhi blieb die am stärksten verschmutzte Hauptstadt der Welt. Bangladesch war das am stärksten verschmutzte Land, gefolgt vom Tschad.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 22. März 2022 um 10:05 Uhr.