Boris Johnson redet erstmals als britischer Premierminister vor seinem Amtssitz in London. | NEIL HALL/EPA-EFE/REX

Johnson als Premier Erste Rede, viele Versprechen

Stand: 24.07.2019 18:12 Uhr

Mehr Polizisten, bessere Krankenhäuser, schnelles Internet - und natürlich den Brexit am 31. Oktober. In seiner ersten Rede als Premier versprach Johnson allerhand. Wie das gehen soll, verriet er aber nicht.

Von Rolf Büllmann, ARD-Studio London

Boris Johnson hat angekündigt, sofort an die Arbeit gehen zu wollen: Seine Regierung werde mit vollem Einsatz loslegen, um die Versprechen zu erfüllen, die er gegeben hat. Vorrangig natürlich den Brexit. Der werde kommen - spätestens am 31. Oktober.

Rolf Büllmann

Johnson zeigte sich überzeugt, dass es ihm gelingen werde, einen neuen, besseren Deal mit der EU auszuhandeln. Und sollte es doch nicht dazu kommen, dann werde es eben einen No-Deal-Brexit geben. Das Land werde sich darauf vorbereiten, niemand solle die Entschlossenheit Großbritanniens unterschätzen. "Wer gegen uns wettet, wird sein letztes Hemd verlieren", so Johnson.

"Ich werde persönlich die Verantwortung übernehmen"

Doch damit nicht genug. Der neue Premier gab auch eine ganze Reihe innenpolitischer Versprechungen ab: mehr Polizisten, Ausbau von Krankenhäusern, ein klarer Plan für eine Pflegereform, mehr Geld für Schulen, Breitbandausbau und Infrastruktur. "Ich werde persönlich die Verantwortung übernehmen", sagte er.

In den britischen Medien wurden nach Johnsons Rede vor allem zwei Dinge diskutiert: Zum einen, wie energisch und engagiert er gewirkt habe. Zum anderen aber auch, dass er Details dazu, wie er seine Versprechen erfüllen will, schuldig geblieben sei.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 24. Juli 2019 um 17:00 Uhr.

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KOMMENTARE

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Pilepale 24.07.2019 • 21:22 Uhr

@ karwandler um 21:01

Danke für Ihren Kommentar. "Man kann Ihnen das so oft erklären wie einem kranken Gaul: Die EU kann keine Bedingungen aufzwingen. Sie kann theoretisch die Briten mit einem No Deal ziehen lassen - aber warum sollte sie sich selbst schaden?" Das versteht dieser kranke Gaul wirklich nicht! Ich habe gleich mehrere Fragen, die sich auf Ihre sachlich fundiert Antwort bezieht. 1. Wer bitte ist die "EU"? 2. Seit wann kann die "EU" keine Bedingungen formulieren um diese dann anzubieten/aufzuzwingen? Bei etlichen Assoziationsabkommen klappt das doch prima! Warum beim Brexit nicht? 3. Wenn Sie schreiben "... warum sollte sie [die EU Anm. d. Verf.] sich selbst schaden?" wer genau in diesem Ding EU trägt denn eigentlich den gesamten Schaden den Brüssel da fabriziert? Der alte Gaul wartet sehnsüchtig auf Ihre sicher sachkundig fundierte Antwort. Falls Ihnen das zu lapidar ist und Sie solche banalen Fragen nicht beantworten möchten, gebe ich diese Fragen gerne an das Forum weiter. Bin gespannt.