Jesidische Mädchen und Frauen im Nordirak

Bericht von Amnesty International IS verkaufte Jesidinnen als Sexsklavinnen

Stand: 23.12.2014 11:41 Uhr

Die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) hat nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zahlreiche Frauen der jesidischen Minderheit verschleppt und als Sexsklavinnen missbraucht. "Hunderte, wenn nicht tausende" Jesidinnen seien im Irak entführt und dann gefoltert, vergewaltigt und zwangsverheiratet worden, berichtete die Menschenrechtsorganisation. Viele der Opfer seien als "Geschenke" an islamistische Kämpfer weitergegeben oder als Sklavinnen verkauft worden.

Viele der als Sexsklavinnen gehaltenen Opfer seien noch Kinder, oft Mädchen im Alter von 14 oder 15 Jahren, schrieb Amnesty International. Einige seien aber auch nicht älter als zehn oder zwölf Jahre. In ihrer Verzweiflung hätten sich einige der verschleppten Jesidinnen selbst getötet.

AI wirft IS Kriegsverbrechen vor

Die Terrormiliz IS setzt dem Bericht zufolge Vergewaltigungen als Mittel des Krieges ein. Die extreme sexuelle Gewalt der IS-Kämpfer wertete Amnesty International als Verbrechen gegen die Menschlichkeit und als Kriegsverbrechen.

Marschierende Kämpfer der Terrormiliz IS

IS-Kämpfer setzen sexuelle Gewalt als Mittel des Krieges ein.

Für den Bericht mit dem Titel "Der Hölle entkommen" sprach Amnesty International mit 40 Mädchen und Frauen, die in der Sindschar-Region von IS-Angehörigen verschleppt worden waren und später befreit werden konnten. Ihre Schicksale bestätigen andere erschütternde Berichte, die aus Gebieten vorliegen, die unter IS-Kontrolle stehen. Für die Opfer hat die sexuelle Gewalt nach Angaben der Menschenrechtsorganisation "katastrophale psychische und physische Konsequenzen". Auch Mädchen und Frauen, die fliehen konnten, seien zutiefst traumatisiert.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. Dezember 2014 um 12:00 Uhr.

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KOMMENTARE

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Isabella1971 23.12.2014 • 20:24 Uhr

@ Mehmet K.

Der Islamische Staat hat Gerichte. Die entscheiden über alles mögliche. Ob die allerdings mit hiesigen Gerichten vergleichbar sind, wage ich zu bezweifeln. Wer die ISIS finanziert? Reiche Ölstaaten. Saudi-Arabien, Qatar... und die ISIS finanziert sich natürlich selbst. Durch die Verscherbelung des syrischen Kulturerbes beispielsweise. Und wenn die ne Stadt überrennen, gibt es da auch Banken - naja, das Geld nehmen sie sich natürlich auch... und auch vom Öl...