Joe Biden (2.v.r.), Präsident der USA, geht zum Quad-Gipfel mit Scott Morrison (l), Premierminister von Australien, Narendra Modi (2.v.l.), Premierminister von Indien, Yoshihide Suga (r), Ministerpräsident von Japan, im East Room des Weißen Hauses. | dpa

Treffen der Quad-Staaten USA setzen auf Kooperation im Indopazifik

Stand: 24.09.2021 22:34 Uhr

Gemeinsam mit Australien, Japan und Indien wollen die USA das Bündnis der Quad-Gruppe im Indopazifik vertiefen. Sicherheitspolitik ist offiziell kein Thema - doch Chinas Präsenz in der Region spielt eine maßgebliche Rolle.

US-Präsident Joe Biden hat die Regierungschefs aus Indien, Japan und Australien im Weißen Haus empfangen. Das Treffen der sogenannten Quad-Staaten soll einer engeren Zusammenarbeit im indopazifischen Raum dienen.

Biden sprach von dem Ziel eines "freien und offenen Indopazifik-Raumes". Bei einem ersten Treffen der Vier-Staaten-Gruppe im März seien eine gemeinsame Agenda gesetzt und Verpflichtungen eingegangen worden, um dieses Ziel zu verwirklichen. Der US-Präsident sehe große Fortschritte durch diese Kooperation.

Die Quad-Gruppe wurde 2004 gegründet, nach dem durch ein Erdbeben im Indischen Ozean ausgelösten Tsunami. Doch erst vor rund einem halben Jahr kam es zu einem ersten virtuellen Treffen der Regierungschefs der beteiligten Länder.

Washington bestreitet sicherheitspolitischen Hintergrund

Aus dem Weißen Haus hieß es, die Schwerpunkte der Beratungen seien die Corona-Pandemie, Klimaschutz sowie der Ausbau von Technologie und Infrastruktur. Washington erklärte explizit, dass es sich um kein Sicherheitstreffen handele.

Doch in der Vergangenheit hatte sich die US-Regierung besorgt über den wachsenden Machtanspruch Chinas im Indopazifik gezeigt.

Und auch, wenn keiner der vier Regierungschefs sich bei dem Treffen in Washington direkt auf China bezog, betonte Australiens Premierminister Scott Morrison, Ziel des Diskurses sei es, zu zeigen, dass Demokratien etwas erreichen könnten. In der Region dürfe es keinen Zwang geben und die souveräne Rolle aller Nationen müsse geachtet werden. Eventuelle Streitigkeiten in der Region müssten auf völkerrechtlicher Basis beigelegt werden.

Ein Bündnis für "Frieden und Wohlstand"

Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga sprach von einer "starken Solidarität" zwischen den Quad-Staaten. Indiens Premierminister Narendra Modi zeigte sich überzeugt, dass durch die gemeinsame Kooperation Wohlstand und Frieden im indopazifischen Raum gesichert werden könne.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 27. Februar 2021 um 18:40 Uhr.