Polizisten stehen in Paris auf einer Straße | Bildquelle: AFP

Coronavirus Französische Ausgangssperre in Kraft

Stand: 17.03.2020 13:40 Uhr

Nur noch raus zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen: Im Kampf gegen die Corona-Epidemie ist in Frankreich am Mittag die Ausgangssperre in Kraft getreten. Im Elsass werden unterdessen die Intensivbetten knapp.

Gestern Abend hatte Präsident Emmanuel Macron die Ausgangssperre im Fernsehen angekündigt - seit dem Mittag gilt sie. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, dürfen die Bürger in Frankreich in den kommenden 14 Tagen ihre Wohnungen in der Regel nicht mehr verlassen - es sei denn, sie haben zwingende Gründe. Die können beruflich oder medizinisch sein, oder es geht ums Einkaufen von Lebens- und Arzneimitteln.

Ausnahmen gelten unter anderem bei "zwingenden familiären Gründen" - etwa zur Betreuung eines gebrechlichen Angehörigen oder von Kindern, da Schulen und Kindertagesstätten seit gestern landesweit geschlossen sind. Auch eine kurze sportliche Betätigung in der Nähe der Wohnung ist erlaubt, sofern man dabei allein ist, sowie das Gassigehen mit Hunden.

Frankreich verhängt Ausgangssperre
tagesschau 16:00 Uhr, 17.03.2020, Sabine Rau, ARD Paris

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Geldbußen bis 135 Euro

Hunderttausend Polizisten und Gendarme sollen überwachen, ob die Ausgangssperre eingehalten wird. Innenminister Christophe Castaner kündigte fest installierte und mobile Kontrollen im ganzen Land an. Wer gegen die Regeln verstößt, könne mit Strafen zwischen 38 und 135 Euro belegt werden. Jeder und jede, die sich nach Beginn der Ausgangssperre außerhalb ihrer Wohnung aufhalten, müssten schriftlich nachweisen, dass der Ausgang notwendig ist. Dazu stellt die Regierung Formulare zum Runterladen bereit, akzeptiert aber auch handgeschriebene Formulare bei allen, die keinen Computer und Internetzugang haben.

Viele französische Unternehmen sind der Empfehlung der Regierung gefolgt und lassen ihre Mitarbeiter nach Möglichkeit von zu Hause arbeiten. Vor Supermärkten in Ballungsgebieten bildeten sich erneut lange Schlangen. Macron hatte zur Begründung der Ausgangssperre gesagt, das Land befinde sich in einem "Gesundheitskrieg" gegen das Virus. In Frankreich gab es bislang mehr als 6600 Infektionen und 148 Tote.

Krankenhäuser im Elsass überlastet

Besonders stark betroffen ist das an Deutschland grenzende Elsass. Dort sind die Intensivstationen überlastet. Die Präfektur Region Grand-Est, zu der das Elsass gehört, teilte mit, besonders im Gebiet um die Städte Mülhausen und Colmar seien die Krankenhäuser überfüllt. Weiter nördlich um Straßburg seien die Intensivstationen "weitgehend belegt". Nach Angaben der Präfektin Josiane Chevalier fehlt es im Elsass an Betten, Atemschutzmasken, Beatmungsgeräten und medizinischem Personal. Die französische Regierung plant, Feldlazarette für den Osten Frankreichs zur Verfügung zu stellen. Die Armee hat nach eigenen Angaben derzeit eine Kapazität von 30 Betten zur Intensiv-Behandlung.

Mit Informationen von Sabine Wachs.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 17. März 2020 um 14:00 Uhr.

Darstellung: