Menschen mit Fahnen und Transparenten protestieren in Wien gegen die Corona-Maßnahmen in Österreich. | REUTERS

Corona-Protest in Wien 40.000 gegen Lockdown und Impfpflicht

Stand: 04.12.2021 21:45 Uhr

In der Wiener Innenstadt haben mehr als 40.000 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen der österreichischen Regierung protestiert. Die Stimmung war teils aufgeheizt. Es ist das dritte Protestwochenende in Folge.

In Wien sind erneut Zehntausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen den derzeit geltenden Teil-Lockdown und die angekündigte Corona-Impfpflicht zu protestieren. In der österreichischen Hauptstadt fanden mehrere Demonstrationen statt, daran nahmen nach Angaben der Polizei insgesamt mehr als 40.000 Menschen teil.

Am Rande der Proteste kam es vereinzelt zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstrierenden und Polizeikräften.

Etwa 1200 Polizistinnen und Polizisten waren bei den Demonstrationen im Einsatz. Teilnehmer hätten mit Pyrotechnik geworfen, die Einsatzkräfte hätten Tränengas eingesetzt, teilte die Polizei mit. Etwa 1500 Menschen versammelten sich demnach zu Gegendemonstrationen. Fünf Personen seien festgenommen, zwei Beamte bei Auseinandersetzungen verletzt worden, berichtet der ORF unter Berufung auf Polizeiangaben.

Drittes Protestwochenende in Folge

Wegen dramatisch steigender Infektionszahlen gilt in Österreich seit dem 22. November ein Teil-Lockdown, der noch bis 11. Dezember dauern soll. Die Schulen im Land sind aber nach wie vor geöffnet. Ab dem 1. Februar soll in Österreich zudem eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus gelten.

Seit Beginn des Lockdowns sank die Zahl der täglichen Neuinfektionen von rund 13.000 auf unter 10.000. Dessen ungeachtet sind die Maßnahmen aber umstritten. Zu den Demonstrationen in Wien reisten nach Angaben österreichischer Medien auch viele Familien mit Kindern an. Es war bereits das dritte Wochenende in Folge mit Massenprotesten gegen die Corona-Regeln.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 05. Dezember 2021 um 00:00 Uhr in den Nachrichten.