Feuerwehrleute kämpfen gegen einen Waldbrand in Estepona, Spanien. | AFP

Spanien Feuerwehrmann stirbt bei Waldbrand

Stand: 10.09.2021 13:33 Uhr

Hunderte Feuerwehrleute haben in der Nacht gegen einen Waldbrand in Andalusien gekämpft. Das Feuer zerstörte mehr als 3600 Hektar, Menschen mussten in Notunterkünften in Sicherheit gebracht werden. Ein Feuerwehrmann starb.

Ein Feuerwehrmann ist bei der Bekämpfung eines Waldbrandes im südspanischen Andalusien ums Leben gekommen. Der 44-Jährige habe zusammen mit etwa 300 weiteren Einsatzkräften gegen die Flammen in der Nähe der Hafenstadt Estepona an der Costa del Sol gekämpft, teilten die Behörden auf Twitter mit. Eingesetzt wurden auch mehr als 20 Hubschrauber und Löschflugzeuge.

Mehr als 1000 Menschen müssen Häuser verlassen

Der Brand in der Provinz Malaga habe bereits mehr als 3600 Hektar Wald zerstört, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE. Das Feuer werde immer wieder von starken Winden angefacht. Mehr als 1000 Bewohner der Stadt Estepona und drei weiterer Gemeinden hätten ihre Häuser wegen der herannahenden Flammen verlassen müssen und seien in Notunterkünften untergebracht worden.

Die im Sommer auch von Touristen vielbefahrene Autobahn AP-7 und zwei Landstraßen habe man wegen des dichten Rauchs sperren müssen, hieß es.

Behörden gehen von Brandstiftung aus

Die Brandursache ist bislang nicht bekannt; mutmaßlich handelt es sich um Brandstiftung. Der Bürgermeister von Estepona, José Garcia Urbano, sagte, Ermittler schlössen angesichts der Tatsache, dass das Feuer in einer Bergkette an zwei Stellen begann, Brandstiftung nicht aus. "Es ist sehr verdächtig", sagte Urbano im Fernsehsender TVE.

Spanien ist dieses Jahr zwar von schweren Waldbränden wie in Griechenland, Italien und der Türkei verschont geblieben. Bis Mitte August registrierte das Umweltministerium landesweit allerdings fast 6000 kleinere und größere Wald-, Busch- und Graslandbrände auf einer Fläche von insgesamt 46.600 Hektar.

Über dieses Thema berichtete BR24 am 10. September 2021 um 12:15 Uhr.