Der Kreuzer "Moskwa" von der russischen Schwarzmeerflotte im Hafen von Sewastopol (Bild von 2020). | picture alliance/dpa/TASS

Untergang der "Moskau" Ministerium meldet einen Toten und 27 Vermisste

Stand: 23.04.2022 10:00 Uhr

Gut eine Woche nach dem Untergang des Raketenkreuzers "Moskau" hat das russische Verteidigungsministerium den Tod eines Besatzungsmitglieds vermeldet. 27 weitere Matrosen würden vermisst, die übrigen 396 seien gerettet worden.

Nach dem Untergang des Kriegsschiffs "Moskau" hat Russland erstmals Verluste im Zusammenhang mit dem Vorfall eingeräumt: Ein Besatzungsmitglied sei gestorben und 27 weitere Matrosen würden vermisst, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die übrigen 396 Mitglieder der Besatzung des Lenkwaffenkreuzers seien gerettet worden.

Das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte war am 14. April gesunken. Kurz nach Bekanntwerden des Vorfalls hatte das Verteidigungsministerium noch erklärt, dass die gesamte Crew, die Medienberichten zufolge vermutlich rund 500 Menschen umfasste, in Sicherheit gebracht worden sei. Für die widersprüchlichen Angaben gab es keine Erklärung.

Kremlkritische Medien hatten zudem nach Gesprächen mit Angehörigen über eine deutlich größere Anzahl an Toten und Vermissten gesprochen.

Ukraine: Schiff mit Raketen getroffen

Laut dem russischen Verteidigungsministerium war an Bord des Kreuzers Munition detoniert. Die Explosion habe einen Brand ausgelöst, durch den der Rumpf beschädigt worden sei. Die "Moskau" sei dann während des Versuchs, sie zu einem Hafen abzuschleppen, gesunken. Was zur Explosion geführt haben soll, wurde auch nicht in der der neuesten Mitteilung erläutert.

Die Ukraine hatte dagegen mitgeteilt, die "Moskau" mit zwei Neptun-Raketen getroffen zu haben. Das US-Verteidigungsministerium bestätigte diese Darstellung. Bei dem Untergang der "Moskau" handelt es sich um einen der größten materiellen Verluste für die russische Armee seit Beginn des Militäreinsatzes gegen die Ukraine am 24. Februar.   

Konfliktparteien als Quelle

Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. April 2022 um 01:15 Uhr.