Ein Grenzschild an der Grenze zu Frankreich | dpa

Verwaltungsbezirk Moselle Frankreich verschärft Einreiseregeln

Stand: 25.02.2021 17:17 Uhr

Wer aus dem Saarland oder aus Rheinland-Pfalz in den französischen Verwaltungsbezirk Moselle reisen will, muss ab März einen negativen PCR-Test vorweisen. Ausnahmen gelten nur für Berufspendler.

Wegen der Häufung hoch ansteckender Coronavirus-Varianten im Moselraum verschärft Frankreich die Einreiseregeln für viele deutsche Grenzgänger. Für nicht beruflich bedingte Fahrten in den französischen Verwaltungsbezirk Moselle ist ab März ein negativer PCR-Test Pflicht, wie die Regierung in Paris mitteilte. Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans sprach sich für ähnliche Maßnahmen von deutscher Seite aus.

In dem französischen Grenzgebiet zum Saarland und zu Rheinland-Pfalz breitet sich vor allem die südafrikanische Corona-Variante stark aus. Bisher können viele Bürger des Saarlands oder aus Rheinland-Pfalz im französischen Grenzgebiet einkaufen oder Verwandte und Freunde besuchen, ohne bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorzulegen.

Grenzschließungen sollen vermieden werden

Hans sagte im ARD-Mittagsmagazin zu der Entscheidung Frankreichs: "Auch von deutscher Seite muss es ähnlich wirkende Maßnahmen geben." Künftig könne die Grenze "nur mit einem negativen Test" überquert werden. Zu Grenzkontrollen solle es aber nicht kommen, betonte der CDU-Politiker. "Wir kontrollieren im Hinterland, ob die Maßnahmen eingehalten werden, aber nicht an der Grenze." Die Regelverschärfungen erfolgten "mit den französischen Kollegen nachbarschaftlich".

Deutschland und Frankreich hatten in dieser Woche eine hochrangige Taskforce eingesetzt, um neue Grenzschließungen zu vermeiden. Die Abriegelung vieler Grenzübergänge zwischen beiden Ländern zu Beginn der Pandemie war im Frühjahr 2020 auf massiven Unmut gestoßen. Die französische Regierung erklärte, oberstes Ziel sei es, "dass Grenzpendler ihre berufliche Tätigkeit weiter ausüben können".

Im französischen Verwaltungsbezirk Moselle geht nach Medienberichten inzwischen gut jede zweite Neuansteckung auf die südafrikanische Variante zurück. Zudem infizieren sich dort viel mehr Menschen als auf deutscher Seite: Die Sieben-Tage-Inzidenz im Département Moselle ist laut der regionalen Gesundheitsbehörde auf mehr als 300 gestiegen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 25. Februar 2021 um 11:00 Uhr.