Eine Krankenschwester nimmt in einem Gesundheitszentrum Dosen des Corona-Impfstoffs des chinesischen Herstellers Sinovac aus dem Kühlschrank.

Chinesischer Corona-Impfstoff EMA startet Prüfverfahren von Sinovac

Stand: 04.05.2021 19:42 Uhr

Der Corona-Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac wird einem EU-Prüfverfahren unterzogen. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA startete ein beschleunigtes Verfahren. Wie lange es dauern wird, ist unklar.

Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hat das Prüfverfahren für den Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac gestartet. Die Daten würden im beschleunigten Verfahren bewertet, teilte die EMA in Amsterdam mit.

Die Entscheidung des EMA-Ausschusses für Humanmedizin beruhe auf "vorläufigen Ergebnissen von Labor-Studien" sowie auf klinischen Studien. Daraus werde deutlich, dass der Impfstoff die Produktion von Antikörpern gegen das Coronavirus anrege und daher als Schutz gegen Covid-19 wirksam sein könne.

Beschleunigtes Prüfverfahren

Die EMA prüft nach dem sogenannten Rolling-Review-Verfahren. Dabei werden alle Daten bewertet, noch vor dem Abschluss der Studien und bevor der formelle Antrag auf Marktzulassung gestellt wurde. Bei allen bisher zugelassenen Corona-Impfstoffen war die EMA nach diesem Verfahren vorgegangen, um eine mögliche Zulassung zu beschleunigen. Wie lange das Prüfverfahren für das Sinovac-Vakzin dauern wird, ist unklar.

Vier zugelassene Impfstoffe in der EU

Bislang haben mit den Präparaten von BioNTech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca und Johnson & Johnson nur Corona-Impfstoffe westlicher Hersteller eine EU-weite Zulassung. Das EU-Land Ungarn setzt zusätzlich das Corona-Vakzin des chinesischen Herstellers Sinopharm sowie den russischen Impfstoff Sputnik V ein.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 04. Mai 2021 um 14:00 Uhr.