Tayyip Erdogan und José Manuel Barroso

Treffen mit EU-Spitzen Kein Showdown in Brüssel

Stand: 21.01.2014 17:06 Uhr

"Besorgt" ist man in Brüssel angesichts der jüngsten Entlassung zahlreicher Justizbeamter in der Türkei. Das war zwar Thema beim heutigen Besuch von Premier Erdogan in Brüssel. Gleichwohl bemühten sich beide Seiten darum, die Wogen zu glätten.

Kai Küstner

Von Kai Küstner, NDR-Hörfunkstudio Brüssel

Das große Zerwürfnis blieb aus. Sowohl die EU-Spitzen als auch ihr Gast, der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan, betonten im Anschluss an ihre Gespräche: Die Beitritts-Verhandlungen der Türkei mit der Europäischen Union sollen weitergehen. Zu turbulent waren allerdings die jüngsten Entwicklungen am Bosporus gewesen, als dass irgendeiner dieses Thema hätte aussparen können: "Wir sind besorgt", erklärte etwa EU-Kommissions-Präsident José Manuel Barroso. Allerdings sei er nach den Gesprächen zuversichtlich, dass der türkische Premier die richtigen Maßnahmen ergreifen werde.

Tayyip Erdogan und José Manuel Barroso

Kein Zerwürfnis: Tayyip Erdogan und José Manuel Barroso

Erdogan hatte in den letzten Wochen hunderte Polizisten und auch Justizbeamte entlassen oder versetzt. Und dies stets damit begründet, dass politische Gegner wichtige Behörden unterwandert hätten. Auch in Brüssel rechtfertigte sich der Premier noch einmal: Wenn man die Justiz als gesonderte Gewalt anerkenne, drohe ein Land, in dem die Richter die Macht hätten - nicht die Bevölkerung.

Auch Erdogan ließ nicht erkennen, dass er europamüde geworden wäre und betonte Fortschritte bei den Beitritts-Verhandlungen mit der EU. Die Gespräche mit der Türkei hatten 2005 begonnen, waren in den letzten Jahren allerdings nur sehr schleppend vorangekommen.

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KOMMENTARE

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entum 22.01.2014 • 00:24 Uhr

Ich finde es unglaublich

Ich finde es unglaublich wieviele Kommentare hier mit unwahren Behauptungen geschrieben werden ! Also entweder haben diese Leute ehrlich keine Ahnung und sind falsch Informiert oder aber tun es bewusst denn anders kann man diese DesInformation nicht erklären ! Was sehr auffällig ist das wenn es um die Türkei geht alles extrem übertrieben wird sowie eine einseitige Berichterstattung erfolgt ! Ein Beispiel bei der Ankunft von Erdogan haben Ihn Tausende Begeistert empfangen und kein Wort diesbezüglich von den Medien, aber als "150"Mitglieder der Türkischen Sozialistischen Jugend in Berlin versammelt und Anti Erdogan Plakate hochgehalten haben war dies umgehend in allen Nachrichten und wurde mit "die Türken in Europa gehen gegen Erdogan auf die Straße zitiert" Es gibt noch viele ander solcher Beispiele! Dies ist ein Versuch mit allen Mitteln der Türkei zu Schaden !!