Die romantische Muri-Lagune auf Rarotonga, die Hauptinsel der Cookinseln (Archivbild). | Bildquelle: dpa

Cookinseln Coronafreie Zone im Pazifik

Stand: 18.04.2020 18:00 Uhr

Weiße Strände und türkisblaue Lagunen - für viele waren die Cookinseln schon vor der Corona-Pandemie ein Inbegriff des Paradieses. Die neuesten Zahlen aus dem Inselstaat dürften das Fernweh noch steigern: Alle 900 Tests auf das Virus fielen negativ aus.

Geschlossene Schulen, Kontaktsperren, Maskenpflicht - weltweit versuchen Staaten, die Ausbreitung des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 einzudämmen. Doch es gibt offenbar einen weißen Fleck auf der Landkarte, zu dem das Virus noch nicht vorgedrungen ist: Die Cookinseln im Südpazifik haben sich offiziell zu einem coronafreien Gebiet erklärt.

Es seien keine Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 bekannt, teilte das Büro von Premierminister Henry Puna mit. Alle 900 Tests seien bislang negativ ausgefallen.

Als die ersten Corona-Fälle im rund 3000 Kilometer entfernten Neuseeland bekannt wurden, hatten die Cookinseln im März Ausgangsbeschränkungen angeordnet. Einige davon wurden nun gelockert. So ist der Besuch von Gottesdiensten wieder erlaubt, ebenso Reisen zwischen der Hauptinsel Rarotonga, wo die Hauptstadt Avarua liegt, und anderen Inseln.

Internationale Flüge weiter eingeschränkt

Am Montag sollen die Schulen wieder öffnen. Die Menschen müssen aber weiter Abstandsregeln befolgen, Versammlungen mit mehr als zehn Personen bleiben verboten. Internationale Flüge bleiben eingeschränkt. "Wir begrüßen diese gute Nachricht, müssen aber vorsichtig bleiben, denn das Virus ist weiterhin außerhalb unserer Grenzen unterwegs", betonte Puna.

Die insgesamt rund 240 Quadratkilometer großen Cookinseln sind ein selbstverwalteter, mit Neuseeland assoziierter Staat aus 15 Atollen, auf denen zusammen weniger als 20.000 Menschen leben.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 18. April 2020 um 14:00 Uhr.

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