Ein Fernsehbildschirm zeigt ein Bild der nordkoreanischen Militärübung während einer Nachrichtensendung im Seouler Bahnhof in Seoul (Südkorea). | AP

Konflikt mit Südkorea Nordkorea feuert Artilleriegranaten ab

Stand: 19.10.2022 08:59 Uhr

Nordkorea hat mehr als 250 Artilleriegeschosse abgefeuert. Sie stürzten entlang der Grenze zu Südkorea ins Meer. Das abgeschottete Land spricht von einer Warnung an Südkorea, wo zurzeit eine jährliche Truppenübung stattfindet.

Nordkorea hat in den Gewässern entlang der Grenze zu Südkorea erneut Waffen getestet. Von der nordkoreanischen West- und Ostküste wurden mehr als 250 Artilleriegranaten abgefeuert. Die Geschosse fielen südkoreanischen Angaben zufolge in der 2018 vereinbarten Pufferzone ins Meer. Keines der Geschosse sei in südkoreanisches Hoheitsgewässer gestürzt.

Nordkoreanische Staatsmedien berichten, dass die Armeeführung von einer "ernsten Warnung" an Südkorea spreche. "Die Feinde sollten die rücksichtslosen und aufstachelnden Provokationen, die die militärischen Spannungen eskalieren, sofort einstellen."

Südkorea hält jährliche Militärübung ab

Südkorea hatte am Montag jährliche Truppenübungen gestartet, die noch bis Samstag dauern sollen. Das Hoguk-Manöver soll südkoreanischen Angaben zufolge die Verteidigungsfähigkeit angesichts der Bedrohung durch nordkoreanische Atomwaffen und Raketen verbessern. Das Manöver ist das jüngste in einer Reihe von Militärübungen in Südkorea einschließlich gemeinsamer Übungen mit den US-Streitkräften in den vergangenen Wochen.

Hohe Frequenz von Raketentests

Die Lage auf der koreanischen Halbinsel ist sehr angespannt. Seit Ende September hat Nordkorea in ungewohnt hoher Frequenz Tests mit ballistischen Raketen und anderen Waffen durchgeführt. UN-Resolutionen verbieten Nordkorea eine Erprobung von ballistischen Raketen jeglicher Reichweite, die je nach Bauart auch einen Atomsprengkopf befördern können.