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Gewalt in Myanmar Facebook sperrt alle Seiten des Militärs

Stand: 25.02.2021 07:25 Uhr

Nach dem Putsch in Myanmar sperrt der Internetkonzern Facebook sämtliche Konten mit Verbindungen zum Militär. Auch Werbung von Unternehmen, die mit der Armee in Verbindung stehen, wolle man sperren.

Facebook sperrt weitere Seiten in Myanmar: Alle Konten mit Verbindungen zum dort agierenden Militär wolle man sperren, so die Internetplattform. Außerdem werde auch Werbung von Unternehmen, die von der Armee kontrolliert würden, entfernt.

Die Maßnahme gelte ebenso für die Foto- und Videoplattform Instagram. Das US-Unternehmen hatte bereits etliche Konten mit Verbindungen zum Militär gesperrt, etwa jene des TV-Senders Myawaddy und des Staatssenders MRTV.

Reaktion auf tödliche Gewalt

Laut Facebook reagiere man mit diesen Maßnahmen auf die „tödliche Gewalt“ der vergangenen Wochen in dem südostasiatischen Land. Das Militär hatte Anfang Februar die Macht an sich gerissen und dies mit dem Vorwurf begründet, bei den Parlamentswahlen im November habe es große Unregelmäßigkeiten gegeben.

Die myanmarische Wahlkommission hatte jedoch keine Beweise dafür gefunden. Die Partei der inzwischen festgenommenen De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi hatte die Wahlen demnach klar gewonnen. Nach der Machtergreifung des Militärs hatten sich die Proteste im Land ausgeweitet. Gleichzeit nahm auch die Gewalt des Militärs gegen die Demonstranten zu.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 25. Februar 2021 um 09:00 Uhr.