Ein vom US-Justizministerium veröffentlichtes Foto, das vertrauliche Dokumente auf dem Boden des Anwesens von Ex-Präsident Trump in Mar-a-Lago zeigt. | AFP

Durchsuchung bei Trump Atomwaffen-Informationen gefunden?

Stand: 07.09.2022 05:01 Uhr

Offenbar hatte Ex-US-Präsident Trump auch ein Dokument zu den Atomwaffen eines anderen Landes in seiner Villa gelagert. Andere Dokumente sind laut einem Medienbericht selbst für sehr ranghohe Regierungsmitarbeiter zu vertraulich.

Bei der Durchsuchung der Villa des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in Florida ist einem Zeitungsbericht zufolge auch ein Dokument über die Verteidigungsfähigkeiten einer ausländischen Regierung sichergestellt worden. Wie die "Washington Post" schreibt, geht es in dem Papier sowohl um die militärischen als auch die nuklearen Fähigkeiten des Landes. Um welchen Staat es sich handelt, geht daraus nicht hervor.

Einige der rund 11.000 durch das FBI in Trumps Anwesen Mar-a-Lago sichergestellten Dokumente seien so geheim, dass selbst einige der ranghöchsten nationalen Sicherheitsbeamten der Regierung von US-Präsident Joe Biden nicht befugt seien, diese einzusehen, heißt es in dem Bericht weiter.

Bei einigen geheimen US-Operationen seien nur ein paar Dutzend Menschen im gesamten Regierungsapparat berechtigt, überhaupt von deren Existenz zu erfahren. Unterlagen dazu würden üblicherweise in gesicherten Einrichtungen aufbewahrt, unter Aufsicht eines Kontrollbeamten.

Mehr als 100 vertrauliche Dokumente

Am 8. August hatte das FBI Trumps Anwesen Mar-a-Lago im Bundesstaat Florida durchsucht. Einsatzkräfte beschlagnahmten dabei zahlreiche Kisten mit mehr als 100 vertraulichen Dokumenten, die teils den höchsten Geheimhaltungsstufen unterlagen. Da Trump die Papiere nach seiner Amtszeit in seinem privaten Anwesen aufbewahrte, könnte er gegen das Gesetz verstoßen haben. Dies wird nun untersucht.

Trump kritisiert das Vorgehen der Behörden als politisch motiviert. Seit Wochen heizt der Republikaner Spekulationen an, er könnte bei der Präsidentschaftswahl 2024 für eine zweite Amtszeit antreten. Bereits im Mai hatte das FBI 15 Kisten mit Dokumenten überprüft, die Trump nach langem Drängen aus Mar-a-Lago an das Nationalarchiv übermittelt hatte. Die Beamten fanden darin 184 vertrauliche Dokumente verschiedener Geheimhaltungsstufen.

Auf rechtliche Anordnung hin übergab Trumps Team dem FBI kurz darauf weitere 38 vertrauliche Dokumente, darunter 17 mit der Kennzeichnung "streng geheim". Insgesamt geht es also mindestens um mehr als 300 eingestufte Dokumente, die Trump bei sich aufbewahrte.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 07. September 2022 um 07:00 Uhr.