Donald Trump auf dem Podium bei einer Rede auf dem Parteitag der Republikaner in Greenville. | REUTERS

Corona-Pandemie Trump verlangt von China Reparationen

Stand: 06.06.2021 11:22 Uhr

Ex-Präsident Trump hat bei einem seiner ersten größeren Auftritte seit seiner Amtszeit China aufgefordert, Reparationen für den Umgang mit dem Coronavirus zu zahlen. Zudem deutete er seine erneute Kandidatur an.

Bei einem seiner ersten großen öffentlichen Auftritte seit seinem Auszug aus dem Weißen Haus im Januar hat der ehemalige US-amerikanische Präsident Donald Trump von China Reparationszahlungen verlangt.

Trump forderte China in seiner Rede auf, für den Umgang mit dem Coronavirus 10 Billionen US-Dollar an die Vereinigten Staaten und die Welt zu zahlen. Auch sollten die Länder der Welt ihre Schulden an China nicht zurückzahlen, sagte er auf dem Parteitag der Republikaner in Greenville im Bundesstaat North Carolina.

Scharfe Kritik am US-Gesundheitsexperten

Zudem kritisierte Trump den US-Experten für ansteckende Krankheiten, Anthony Fauci. Fauci sei "kein großer Arzt, aber ein großer Selbstdarsteller", so Trump. Der US-Experte habe in der Pandemie fast alles falsch gemacht und liege auch bei seiner Einschätzung über die Herkunft des Virus schief.

Fauci hatte sich skeptisch zu einer Theorie geäußert, dass das Coronavirus aus einem Labor im chinesischen Wuhan entkommen sei. Der Ursprung des Virus bleibt heiß umstritten und wird von den US-Geheimdiensten untersucht. Trumps eigener Umgang mit der Pandemie, die bisher fast 600.000 Menschen in den USA das Leben kostete, hatte zu seinem Verlust der Präsidentenwahl im November 2020 beigetragen.

Trump deutet erneute Kandidatur an

Auf dem Parteitag schwor Trump, den Republikanern bei den Kongresswahlen 2022 zu helfen und deutete erneut eine mögliche Kandidatur für das Präsidentenamt im Jahr 2024 an. "Das Überleben Amerikas hängt von unserer Fähigkeit ab, Republikaner auf jeder Ebene zu wählen, beginnend mit den Zwischenwahlen im nächsten Jahr", sagte Trump.

Die Untersuchung seiner Finanzen prangerte Trump als Hexenjagd an. Die gegen ihn von der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft eingeleiteten strafrechtlichen Ermittlungen seien der jüngste Versuch der US-Demokraten, ihn zu Fall zu bringen.

Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James untersucht, ob die Trump Organization falsche Angaben zu Immobilienwerten gemacht hat, um sich Kredite zu sichern und sich wirtschaftliche und steuerliche Vorteile zu verschaffen.

Insgesamt hatte Trumps Auftritt alle Merkmale seiner typischen Wahlkampfveranstaltungen vor großem Publikum und mit viel Musik. Der Vorsitzende der Republikanischen Partei North Carolinas, Michael Whatley, begrüßte Trump als "unseren Präsidenten". Damit spielte er auf die unbegründeten Behauptungen Trumps an, dass ihm die Wahl 2020 "gestohlen" wurde.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. Juni 2021 um 09:30 Uhr.