Dieser Auszug aus einem Video zeigt ein breites Gebäude mit blinkenden Lichtern von Einsatzfahrzeugen.  | dpa

Indianapolis Tote bei Schüssen in Fedex-Lager

Stand: 16.04.2021 13:14 Uhr

Bei einem Schusswaffenangriff in der US-Metropole Indianapolis sind mindestens acht Menschen getötet worden. Mehrere Menschen wurden verletzt. Der mutmaßliche Schütze soll sich selbst das Leben genommen haben.

In einem Paketzentrum des Logistikunternehmens Fedex in Indianapolis im US-Bundesstaat Indiana sind mindestens acht Menschen durch Schüsse eines mit einem Gewehr bewaffneten Mannes getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, wurden mindestens vier Menschen in Krankenhäuser gebracht, eine Person sei in kritischem Zustand. Zwei weitere Menschen wurden demnach leicht verletzt. Man gehe davon aus, dass der mutmaßliche Schütze sich selbst das Leben genommen habe und derzeit "keine aktive Gefahr" bestehe, so die Polizei. Angaben zur Identität oder einem möglichen Motiv gibt es noch nicht.

Den Behörden zufolge wurde die Polizei kurz vor Mitternacht (Ortszeit) zu der Lagerhalle in der Nähe des Flughafens gerufen. Dort seien zu dem Zeitpunkt noch Schüsse gefallen. Bei einer ersten Durchsuchung des Geländes entdeckten Einsatzkräfte demnach acht leblose Körper mit Schusswunden. Sie seien noch vor Ort für tot erklärt worden. Umliegende Straßen seien wegen des Polizeieinsatzes zeitweise gesperrt gewesen, schrieb John Perrine von der Indiana State Police auf Twitter.

Ein Mann berichtete im örtlichen Fernsehen, er habe den Täter gesehen. "Ich sah einen Mann mit einer Art automatischem Gewehr, er hat wild um sich geschossen. Ich habe mich sofort versteckt." Medienberichten zufolge sind in der Fedex-Niederlassung mehr als 4000 Menschen beschäftigt.

Fedex will mit Behörden zusammenarbeiten

Angehörige von Fedex-Mitarbeitern warteten in einem Hotel in der Nähe auf Informationen. Einige sagten, den Beschäftigten sei es während der Schicht nicht erlaubt gewesen, ihre Mobiltelefone zu benutzen, berichtete der lokale Fernsehsender WTHR-TV. Deshalb sei es für sie schwierig, die Angehörigen zu erreichen.

Fedex-Sprecher Jim Masilak sagte zu CNN, es handele sich um ein "tragisches" Ereignis. "Sicherheit ist unsere oberste Priorität, und unsere Gedanken sind bei all denen, die betroffen sind. Wir arbeiten daran, mehr Informationen zu sammeln und kooperieren mit den Ermittlungsbehörden."

In den USA sind Schusswaffen weit verbreitet, immer wieder kommt es zu tödlichen Schießereien. Alle Bemühungen um ein strengeres Waffenrecht sind bisher aber am Widerstand der mächtigen Waffenlobby gescheitert. US-Präsident Joe Biden hat nun einen neuen Anlauf angekündigt, um die Schusswaffengewalt im Land einzudämmen.

Über dieses Thema berichtet die tagesschau am 16. April 2021 um 12:00 Uhr.