Ein Mann mit einer amerikanischen Flagge läuft durch eine überflutete Straße im US-Bundesstaat South Carolina. | REUTERS

Hurrikan "Ian" Überschwemmungen in South Carolina

Stand: 01.10.2022 07:58 Uhr

Nach schweren Schäden auf Kuba und in Florida verliert der Wirbelsturm "Ian" allmählich an Kraft. Doch auch abgeschwächt sorgte er noch für Zerstörungen in den US-Bundesstaaten South und North Carolina.

Mit Überschwemmungen und starken Winden ist der Wirbelsturm "Ian" auf die nächste US-Küste im Bundesstaat South Carolina getroffen. Während sich die Windgeschwindigkeit allmählich abschwächte, warnten Behörden und Wetterexperten weiter vor Gefahren durch Sturmfluten.

Auf TV-Bildern waren komplett überflutete Straßen und ein teilweise zerstörter Pier zu sehen. Umfallende Bäume unterbrachen Stromleitungen. Allein im benachbarten Bundesstaat North Carolina, in den "Ian" weiterzog, sprach der Katastrophenschutz von rund 300.000 Stromausfällen.

"Ian" traf South Carolina mit 140 Kilometern pro Stunde

Am Mittwoch war "Ian" als Hurrikan der Stufe vier mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde in Florida auf Land getroffen. Bei seinem Zug quer über den südlichen Bundesstaat hinterließ er Zerstörungen und Überschwemmungen.

Nach Florida zog "Ian" zunächst aufs Meer hinaus, gewann dort wieder etwas an Kraft und erreichte am Freitag die Küste von South Carolina mit Windgeschwindigkeiten von rund 140 Kilometern pro Stunde, als ein Hurrikan der Stufe eins von fünf. Wenige Stunden später schwächten sich die Winde auf rund 95 Kilometer pro Stunde ab und nach der gängigen Einstufung galt der Wirbelsturm damit nicht mehr als Hurrikan.

In der Stadt Georgetown in South Carolina, in der "Ian" auf Land traf, stand Wasser in der zentralen Einkaufsstraße. Die Kleinstadt Pawleys Island wurde von einer rund zwei Meter hohen Flutwelle getroffen.

Dieses Satellitenbild zeigt den Hurrikan "Ian" über der Ostküste der USA. | AP

Dieses Satellitenbild zeigt den Hurrikan "Ian" über der Ostküste der USA. Bild: AP

Noch deutlich mehr Opfer in Florida befürchtet

In Florida wird unterdessen immer offensichtlicher, wie gewaltig die Sturmschäden sind. Mindestens 23 Menschen kamen nach Behördenangaben ums Leben. Viele der Opfer seien ertrunken, teilte die zuständige Sicherheitsbehörde des südlichen Bundesstaates mit.

Nachrichtenkanäle berichteten mit Verweis auf die Angaben von Vertretern der Landkreise, dass die tatsächliche Zahl der Todesopfer deutlich höher liege. Laut dem Fernsehsender CNN starben 45 Menschen infolge des zerstörerischen Wirbelsturms.

Am Dienstag war "Ian" als Hurrikan der Kategorie drei von fünf bereits in Kuba auf Land getroffen und hatte dort schwere Schäden angerichtet. Laut Regierung starben mindestens drei Menschen. Auch am Freitag waren große Teile des Karibikstaats weiter ohne Strom.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 01. Oktober 2022 um 09:48 Uhr.