Zwei Menschen gehen auf einer Straße entlang, die voller Trümmer liegt. | dpa

Nahe Touristenort Acapulco Schweres Erdbeben an Mexikos Westküste

Stand: 08.09.2021 09:12 Uhr

Auch im mehr als 300 Kilometer entfernten Mexiko-Stadt wackelten Gebäude: Ein starkes Erdbeben hat die Region um Acapulco erschütterte. Mindestens ein Mensch starb. Tsunami-Gefahr besteht aber wohl nicht mehr.

Ein schweres Erdbeben hat sich nahe des mexikanischen Urlaubsortes Acapulco ereignet. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des Erdstoßes am Dienstagabend (Ortszeit) mit 7,0 an, Mexikos seismologischer Dienst SSN mit 7,1. Das Zentrum lag laut SSN elf Kilometer südwestlich von Acapulco im südlichen Bundesstaat Guerrero, in einer Tiefe von rund zehn Kilometern.

Ein Toter durch umgestürzten Mast

Der Gouverneur von Guerrero, Héctor Astudillo, sagte im Fernsehsender Milenio, im Ort Coyuca de Benítez sei ein Mann gestorben, als ein Mast auf ihn gestürzt sei. Es gebe viele Berichte über Schäden an Gebäuden.

Karte: Erdbeben nahe Acapulco

Auch im mehr als 300 Kilometer entfernten Mexiko-Stadt war das Beben deutlich zu spüren, dort wackelten Gebäude. Die Bürgermeisterin der Hauptstadt, Claudia Sheinbaum, teilte auf Twitter mit, es gebe zunächst keine Berichte über schwere Schäden. In vielen Teilen der Stadt sei allerdings der Strom ausgefallen.

Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador berichtete bei Twitter, "zum Glück gibt es keine schweren Schäden".

Die Bürgermeisterin von Acapulco, Adela Román, teilte dem Fernsehsender Milenio mit, die Lage sei bislang nicht schlimm. Es gebe allerdings "viele Gaslecks an vielen Orten", auch Erdrutsche und eingestürzte Wände. Die Menschen sorgten sich über mögliche Nachbeben.

Laut dem US-Warnsystem war ein Tsunami an der Pazifikküste Guerreros möglich. Das Pazifische Tsunami-Warnzentrum teilte mittlerweile mit, es gebe keine Gefahr durch hohe Wellen mehr.

Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine seismische Aktivität bekannt ist.

In Mexiko ereignen sich immer wieder heftige Beben. Am 19. September 2017 kamen bei einem Erdstoß (Stärke 7,1) 369 Menschen ums Leben, 228 davon in Mexiko-Stadt - damals lag das Epizentrum näher an der Hauptstadt. Das Unglück ereignete sich auf den Tag genau 32 Jahre nach einem Erdbeben der Stärke 8,1, bei dem 1985 in Mexiko-Stadt mindestens 10.000 Menschen gestorben waren.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 08. September 2021 um 08:24 Uhr.