Feuerwehrleute in Castaic, Kalifornien | dpa

Rekordtemperaturen erwartet Extreme Hitze und Brände in Kalifornien

Stand: 02.09.2022 08:44 Uhr

Im Westen der USA leiden die Menschen derzeit unter extremer Hitze. Im Bezirk Los Angeles vernichteten Brände bereits mehr als 1800 Hektar Hügelland. Im Death Valley soll das Thermometer auf über 50 Grad klettern.

Im US-Bundesstaat Kalifornien führt eine Hitzewelle zu immer mehr Problemen. Seit Tagen warnen die Behörden vor möglichen Rekordtemperaturen, die bis Mitte kommender Woche mehr als 40 Millionen Menschen in dem Westküstenstaat und benachbarten Regionen drohen.

Für das Death Valley, das für seine Hitze bekannt ist, wurden für das Wochenende Temperaturen von über 50 Grad Celsius vorhergesagt. Das "Tal des Todes" hat auch den Weltrekord für den heißesten Platz der Erde inne. Am 10. Juli 1913 wurden dort 134 Grad Fahrenheit (56,7 Grad Celsius) registriert, teilt der Death Valley Nationalpark auf seiner Webseite mit.

Waldbrände sind eines der aktuellen Probleme infolge der hohen Temperaturen in Kalifornien. Das sogenannte Route Fire in Castaic im Bezirk Los Angeles verwüstete bereits mehr als 1800 Hektar Hügelland. 550 Gebäude seien in dem Brandgebiet von den Flammen bedroht, teilten die Behörden mit. Am Donnerstag waren knapp 400 Feuerwehrleute im Einsatz, bei Temperaturen von über 42 Grad Celsius. Die Fernstraße 5, eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen dem Norden und dem Süden des US-Staats, wurde wegen eines Feuers gesperrt.

Die Sorge vor weiteren Waldbränden nimmt derweil zu: Nach einem fast regenlosen Sommer sind viele Gebiete in Kalifornien stark ausgetrocknet und leicht entzündbar.

Warnung auch für Küstenorte

Während brütende Hitze im Inland von Kalifornien nicht unüblich ist, soll diese jetzt auch die Küstenregionen treffen. Dort sorgt eine Brise vom Pazifik gewöhnlich für Abkühlung. Nun wird etwa auch in dem Küstenort Santa Barbara vor "extremer" Hitze gewarnt. Die Stadt hat mehrere Büchereien in klimatisierte Kühlzentren verwandelt, wo Menschen vor der Hitze Schutz suchen können.

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hatte am Mittwoch vorsorglich den Notstand ausgerufen, um auf diese Weise Hilfsmaßnahmen und Ressourcen bereitzustellen. Schon an dem Tag waren in Burbank 44 Grad Celsius gemessen worden - ein Rekord für die Tageshöchsttemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1939 für diesen Standort nördlich von Los Angeles.

Newsom warnte vor Engpässen bei der Energieversorgung und rief die Einwohner Kaliforniens zum Stromsparen auf, etwa sollten sie ihre Klimaanlagen nicht auf niedrigste Temperaturen einstellen.

Bei großer Sommerhitze laufen die Klimaanlagen gewöhnlich auf Hochtouren, was zu Engpässen mit vorübergehenden "Blackouts" führen kann. Dann wird in verschiedenen Bezirken kurzzeitig der Strom ganz abgeschaltet.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 02. September 2022 um 06:47 Uhr.