US-Präsident Biden. | AFP

Beziehungen zu Russland Biden warnt vor "Kreislauf der Eskalation"

Stand: 16.04.2021 03:45 Uhr

US-Präsident Biden hat trotz neuer Sanktionen seines Landes gegen Russland seinen Willen zur Zusammenarbeit mit Putin signalisiert. Gleichzeitig warnte er vor einem "Kreislauf der Eskalation" in den Beziehungen.

Trotz der neuen Sanktionen gegen Russland will Washington nach den Worten von US-Präsident Joe Biden die Spannungen mit Moskau nicht weiter verschärfen. "Die USA sind nicht darauf aus, einen Kreislauf der Eskalation und des Konflikts mit Russland einzuleiten", sagte Biden im Weißen Haus. Er warnte zugleich: "Wenn Russland sich weiterhin in unsere Demokratie einmischt, bin ich bereit, weitere Maßnahmen zu ergreifen."

Die jetzt verhängten Sanktionen hätten härter ausfallen können, sagte Biden. Er habe sich aber dazu entschlossen, "verhältnismäßig" zu reagieren. Biden hatte Kremlchef Wladimir Putin in einem Telefonat am Dienstag ein Gipfeltreffen in einem Drittland vorgeschlagen. Am Donnerstag sagte der US-Präsident, nach seinem Vorschlag solle ein solches Treffen im Sommer in Europa stattfinden.

Russland kündigt scharfe Reaktion auf Sanktionen an

Ob Putin die Einladung annimmt, ist weiter offen. Im Kreml hieß es dazu, dass Sanktionen für solche Gipfelpläne nicht hilfreich seien. Allerdings müssten am Ende die Staatschefs selbst entscheiden, ob sie sich treffen.

Als Vergeltung für Moskau zugeschriebene Hackerangriffe und Einmischungen in die US-Wahlen hatten die USA zuvor zehn russische Diplomaten ausgewiesen und eine Reihe neuer Sanktionen verhängt. Unter den Diplomaten der Vertretung in Washington seien auch fünf Mitarbeiter russischer Geheimdienste, erklärte das Weiße Haus.

Das russische Außenministerium nannte die Handlungen der amerikanischen Seite "inakzeptabel" und kündigte eine scharfe Reaktion auf die neuen US-Sanktionen an.