Satellitenbild von Zypern

IWF und Euro-Rettungsschirm Zypern kommt ohne Finanzhilfe aus

Stand: 07.03.2016 21:50 Uhr

Zypern beendet das Rettungsprogramm mit dem IWF früher als geplant. Zudem verlässt das EU-Land Ende März den Euro-Rettungsschirm. Zypern hatte 2013 eine Milliarde Euro vom IWF und neun Milliarden Euro aus der Eurozone erhalten.

Zypern hat den mit dem Internationalen Währungsfonds vereinbarten Teil eines 2013 vereinbarten Rettungsprogramms zehn Wochen früher als geplant beendet. Das sagte die Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde.

Sie lobte das Euroland für "eine beeindruckende Wende der Wirtschaft" in den vergangenen drei Jahren. Die zyprische Wirtschaft sei im vergangenen Jahr wieder gewachsen, das Bankensystem stehe auf einem solideren Fundament. Zudem seien die Ausgaben unter Kontrolle und die Staatsverschuldung schrumpfe, erklärte die IWF-Chefin.

Den Euro-Rettungsschirm verlässt Zypern Ende März. Der Inselstaat könne sich nun selbst wieder finanzieren, sagte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem beim Treffen der Finanzminister der Eurogruppe in Brüssel. Das Euro-Land habe bei seiner Sanierung gute Arbeit geleistet und lediglich 6,5 der bis zu 10 Milliarden Euro in Anspruch genommen. Die Aussichten seien nun deutlich besser.

Zypern hatte im Rahmen eines Rettungsabkommens im März 2013 eine Milliarde Euro vom IWF und weitere neun Milliarden Euro von seinen Partnern in der Eurozone erhalten. Dies wurde unter anderem nötig, weil das dortige Bankensystem wegen der engen Verflechtung mit Griechenland vor dem Zusammenbruch stand.

Im Zuge des Sparprogramms verfügte die Regierung Kapitalverkehrskontrollen, um einen Zusammenbruch des Bankensystems abzuwenden. Gleichzeitig wurden unversicherte Einlagen in den beiden größten Geldhäusern des Landes konfisziert. Die kleinere der Großbanken wurde zerschlagen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 08. März 2016 um 05:30 Uhr.

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KOMMENTARE

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Autograf 08.03.2016 • 05:35 Uhr

Die Krise scheint langsam überall überwunden

jetzt kommt überall der mühsame Wiederaufbau, Portugal, Spanien, Island, Irland, jetzt Zypern und auch Griechenland ist auf dem besten Weg. Diagnose: Gier, übermäßiger Konsum, kurzfristiges Denken und nicht zuletzt Korruption. Und es finden sich immer willige Helfer, Banken usw. Das sind ja nicht die Bösen, sie helfen uns nur, all unsere Träume zu erfüllen, bis man in der bitteren Realität aufwacht, wo jedes Brötchen erarbeitet sein will, durch Produktivität. Aber die nächste Krise steht schon wieder vor der Tür. Warum? Weil die Gier schon längst wieder herrscht. Welcher Bürger hat denn gelernt? Wer verzichtet? Klar, das geht gar nicht, damit etwa die Armutsschere noch größer wird, die Banken noch mehr verdienen? Und mit diesen Schlagworten setzt die Vernunft wieder aus. Viele Politiker haben verstanden und geben uns wieder, was wir wollen. Mehr Schulden. Und sie werden gewählt. Die Reichen werden durch unsere Gier, unseren Konsum reich. Nicht durch Sparen und Bescheidenheit.