Mehrere Tausend Menschen demonstrieren in Berlin für eine bessere Bezahlung. | dpa

Warnstreiks Gewerkschaften machen Druck

Stand: 14.02.2017 13:25 Uhr

Kurz vor der dritten und vorerst letzten Verhandlungsrunde im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes erhöhen die Gewerkschaften den Druck. In sechs Bundesländern gab es Aktionen: Horte und Kitas in Berlin blieben geschlossen, im Südwesten fiel Unterricht aus.

Im Tarifstreit des öffentlichen Diensts der Länder haben die Gewerkschaften ihre Warnstreiks fortgesetzt. In sechs Bundesländern gab es deshalb Behinderungen. In Berlin blieben zahlreiche Horte, Kindertagsstätten, Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen geschlossen. In Sachsen-Anhalt fiel der Unterricht an etlichen Schulen aus, wie ein Sprecher der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Magdeburg sagte.

In Bayern und Baden-Württemberg machten am frühen Morgen Mitarbeiter der Autobahn- und Straßenmeistereien den Anfang. Zudem sollten im Südwesten angestellte Lehrer die Arbeit ruhen lassen und mehrere tausend Schulstunden ausfallen. In Hamburg versammelten sich Streikende zu Protestaktionen. Außerdem sind Demonstrationen, Kundgebungen und Arbeitsniederlegungen in Bremen geplant.

Die Gewerkschaften fordern Verbesserungen von insgesamt sechs Prozent mehr Lohn. Die Tarifgemeinschaft der Länder lehnt dies als zu hoch ab. Mit den Aktionen wollen die Landesbediensteten den Druck erhöhen. Die letzte geplante Verhandlungsrunde findet am Donnerstag und Freitag in Potsdam statt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Februar 2017 um 12:00 Uhr.

IHRE MEINUNG

KOMMENTARE

Avatar
Mumpitz65@gmx.de 14.02.2017 • 18:53 Uhr

Andreas Hover

was die Ingenieure betrifft kann ich nur zustimmen. Die bekommen Zeitverträge ohne Sachgrund hintereinander mit niedrigem Gehalt und wenn sie damit durch sind ist es möglich mit geringf. Beschäftigung. Oder sie gehen in eine Firma, die sie in die Firmen vermittelt und wenn sie Glück haben, können sie dort einen Vertrag bekommen. Deshalb geht oft ein ganzes Abschlusssemester in die Schweiz oder nach Österreich. Was noch fatal bei Vorstellungsgesprächen ist, dass nicht nur Ing-wesen gefragt ist, sie sollen auch noch Wiwi studiert haben. Die, die es fordern haben es selbst nicht. Hinzu kommt oft das Alter. Es ist traurig, dass mit solchen Fachkräften, die hier studiert haben, so umgegangen wird.