Dunkle Wolken über VW-Logo | dpa

Abgasaffäre Mehrere US-Staaten klagen gegen VW

Stand: 19.07.2016 17:30 Uhr

Ende Juni hatte sich VW in den USA mit Behörden und Privatklägern auf einen milliardenschweren Vergleich im Abgasskandal geeinigt. Unabhängig davon fordern mehrere US-Bundesstaaten Hunderte Millionen Dollar von dem Konzern. Sie reichten nun Klage ein.

Volkswagen muss in den USA wegen der Abgasaffäre mit weiteren Strafen rechnen. Der Generalstaatsanwalt von New York stellte eine Klage mehrerer Bundesstaaten vor, in der Hunderte Millionen Dollar an zusätzlichen Strafen verlangt werden.

Der Klage zufolge sollen Dutzende VW-Mitarbeiter und Manager an dem Abgasbetrug beteiligt gewesen sein. Der frühere Volkswagen-Chef Martin Winterkorn sei früh über die Abgasmanipulation informiert gewesen. Winterkorn habe im Frühjahr 2014 von der Existenz einer illegalen Abschalteinrichtung gewusst.

Betrug bei Software seit September 2015 bekannt

Volkswagen hatte im September 2015 auf Druck der US-Behörden zugegeben, eine illegale Software eingesetzt zu haben. Diese erkennt, ob ein Wagen auf dem Prüfstand steht und hält auch nur dann die Grenzwerte ein. Im normalen Verkehr auf der Straße ist der Schadstoffausstoß um ein Vielfaches höher. Das Unternehmen ist deshalb mit zahlreichen Klagen und Schadensersatzforderungen konfrontiert.

Volkswagen hatte sich im Juni mit US-Behörden und Privatklägern auf einen Vergleich in Höhe von 15,3 Milliarden Dollar geeinigt, um den Abgasskandal beizulegen. Trotzdem klagen drei US-Bundesstaaten, darunter New York, weiter gegen den Konzern.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 19. Juli 2016 um 17:00 Uhr.

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KOMMENTARE

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Supergrobi 20.07.2016 • 00:57 Uhr

Hier wird wieder gewaltig mit

Hier wird wieder gewaltig mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Wenn man den geringen Anteil von Diesel-Fahrzeugen auf dem amerikanischen Markt sieht und davon den Anteil der VW-Fahrzeuge mit manipulierter Software, so wird klar, dass der Gesamtschaden für die Umwelt marginal ist. Sicher ist hier ein großer Betrug gelaufen (von dem ich hier in Deutschland auch betroffen bin), es entsteht aber immer mehr das Gefühl, dass hier wirtschaftliche Interessen der USA im Vordergrund stehen, indem ein starkes Unternehmen möglichst stark beschädigt wird. Zu entschädigen sind die Käufer für den Wertverlust ihres Fahrzeuges, so es einen geben wird, Strafzahlungen in astronomischer Höhe sind vollkommen überzogen!