Waggon des privaten Anbieters Fixtrain | dpa

Angebot erweitert Flixtrain rollt wieder los

Stand: 11.05.2021 09:03 Uhr

Früher als geplant will der Bahn-Konkurrent Flixtrain den Betrieb wieder aufnehmen. Bereits ab nächster Woche soll es wieder losgehen. Zusätzliche Fernverbindungen sollen das Angebot verbessern.

Ab kommender Woche werden die Flixtrain-Züge wieder rollen. Auf den Strecken Hamburg-Köln und Berlin-Köln soll der Betrieb am 20. Mai wieder beginnen. Die Verbindung Berlin-Stuttgart soll im Juni folgen.

Zusätzliche Fernverbindungen

Ursprünglich war die Wiederaufnahme des Betriebs erst ab dem 24. Juni geplant. Um das Angebot zu verbessern und konkurrenzfähiger zu werden, nimmt das Unternehmen nun zusätzlich weitere Fernstrecken in sein Netz auf. Ab Juni soll auch München angesteuert werden.

Vom 17. Juni wird eine Nachtverbindung München, Berlin, Hamburg angeboten, wobei aber keine Schlaf- oder Liegewagen geplant sind. Einen Tag später startet eine Tagverbindung zwischen der bayerischen Landeshauptstadt und Frankfurt über Augsburg und Aschaffenburg.

Ein alternatives Angebot aufbauen

"Wir wollen ein deutschlandweites alternatives Angebot aufbauen, alle Ballungsräume sind nun angeschlossen", sagte Flixmobility-Chef André Schwämmlein.

Flixtrain ist die Eisenbahn-Marke des Unternehmens Flixmobility, das vor allem durch die Fernbus-Marke Flixbus bekannt ist. Verglichen mit der bundeseigenen Deutschen Bahn ist das Flixtrain-Angebot aber noch klein: Mit neun grünen Zügen tritt man allein gegen mehr als 300 ICE an.

Vom 27. Mai an fährt Flixtrain bis zu achtmal am Tag zwischen Leipzig, Berlin und Hamburg. Zwischen den beiden größten deutschen Städten fahren seit dem Winter die ICE der Deutschen Bahn tagsüber durchschnittlich alle halbe Stunde. "Wir passen in den Halb-Stundentakt", sagte Schwämmlein, der seine Züge dort auch bei der Reisezeit auf Augenhöhe mit den ICE sieht.

Die Flixtrain-Züge stehen wegen der Corona-Pandemie seit November still. Mit den geplanten Erweiterungen werden dann insgesamt etwa 40 Städte auf dem Fahrplan stehen. Wie bei Flixbus kauft Flixmobility auch beim Zug keine eigenen Fahrzeuge, sondern beschränkt sich auf die Netzplanung und die Vermarktung. Den Betrieb der Züge leisten Partnerunternehmen.

Schweden ist der erste Auslandsmarkt

Aber nicht nur in Deutschland will Flixtrain das Angebot vergrößern: Vor einigen Tagen hatte das Unternehmen mitgeteilt, künftig auch in Schweden an den Start zu gehen. Rund drei Jahre nach dem Start seiner Fernzüge in Deutschland nimmt sich das Unternehmen damit den ersten Auslandsmarkt vor. Stockholm-Göteborg ist die erste Strecke, die Flixtrain außerhalb der Bundesrepublik anbietet.

Betreiber der Züge ist das schwedische Unternehmen Hector Rail. Flixtrain übernimmt Netzplanung, Ticketverkäufe, Marketing, Kundenservice und die Preisgestaltung.