Logo am Volkswagen Auto des Sharing Anbieters - WeShare  | picture alliance / Flashpic

Mobilität VW verkauft Carsharing-Tochter

Stand: 01.11.2022 15:27 Uhr

Volkswagen gibt seine defizitäre Carsharing-Tochter "WeShare" an den Anbieter Miles Mobility ab. Dennoch bleiben die Wolfsburger im Carsharing-Geschäft vertreten.

Volkswagen verkauft seine unrentable Carsharing-Tochter "WeShare" an den Berliner Anbieter Miles Mobility. Mit dem Kauf, dessen Volumen nicht genannt wurde, gaben die beiden Unternehmen auch eine Vertiefung ihrer Kooperation bekannt. So habe Miles mehr als 10.000 E-Autos verschiedener Marken des Volkswagen-Konzerns bestellt, die vom kommenden Jahr an ausgeliefert werden sollen, sagte Christian Dahlheim, Chef der Sparte Financial Services, bei der die Aktivitäten des Konzerns im Bereich Mobility Solutions gebündelt sind.

"Bessere Wachstumschancen"

Kunden sollen Carsharing von Miles auch über die Mobilitätsplattform von Volkswagen buchen können. "Gemeinsam mit dem Partner bieten sich uns in dem Geschäft bessere Wachstumschancen", so Dahlheim. Die Kundschaft sei nur begrenzt bereit, einen Preisaufschlag für rein elektrisches Carsharing zu zahlen. "WeShare" betreibt aktuell rund 2000 Fahrzeuge der VW-Elektro-Modelle ID.3 und ID.4. Die Flotte von Miles besteht aus mehr als 9000 Fahrzeugen, größtenteils Verbrenner. 70 Prozent davon stammen von Volkswagen.

Während die 2019 gegründete "WeShare" auf Hamburg und Berlin beschränkt ist, bietet Miles Carsharing in acht deutschen Städten an. Zuletzt kamen mit Brüssel und Gent zwei Standorte in Belgien hinzu.

Konzern behält eigenes Carsharing-Geschäft

Bereits im Mai hatten BMW und Mercedes ihren Carsharing-Dienst "Share Now" an Stellantis verkauft. Volkswagen behält aber weiterhin ein eigenes Carsharing-Geschäft: Im Juni hatten die Wolfsburger den Autovermieter Europcar zurückgekauft. Dieser soll zu einer Mobilitätsplattform des Konzerns ausgebaut werden, die neben Autovermietung und -Leasing auch Carsharing und Auto-Abos anbietet. Der Münchner Konkurrent Sixt verfügt bereits über eine solche Plattform.