Menschen sitzen im Hafen des Spreewalddorfes Lehde im Außenbereich eines Restaurantes | dpa

Gastgewerbe im Aufwind Bester Restaurantumsatz seit Corona-Krise

Stand: 19.07.2022 10:16 Uhr

Das Gastgewerbe hat das Corona-Tief ein weiteres Stück hinter sich gelassen. Hotels und Restaurants konnten den Umsatz von April auf Mai um 8,5 Prozent steigern - eine Verdoppelung im Vergleich zum Vorjahr.

Hotels und Restaurants können dank steigender Umsätze im Mai das Corona-Tief immer weiter aufholen. Von April auf Mai des laufenden Jahres erhöhten sich die Erlöse im Gastgewerbe nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt (real) um 8,5 Prozent.

Im Vergleich zum Mai 2021, als es wegen der Pandemie noch weitreichende Einschränkungen für Hotels, Pensionen und Gaststätten gab, hat sich der reale Umsatz mit einem plus von 126,8 Prozent mehr als verdoppelt, wie die Wiesbadener Behörde mitteilte.

Rückstand wird immer kleiner

Allerdings ist das Vorkrisenniveau trotz des Aufwärtstrends noch nicht erreicht: Denn die Erlöse lagen real um knapp 15 Prozent unter dem Stand von Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland. Dieser Rückstand wird jedoch immer kleiner.

Hotels und sonstige Beherbergungsbetriebe verzeichneten im Mai ein Umsatzplus von gut acht Prozent zum Vormonat. Gemessen am Vorjahresmonat, als in den meisten Bundesländern aufgrund der Corona-Pandemie ein Beherbergungsverbot für privatreisende Gäste galt, stieg der Umsatz mit 243 Prozent um mehr als das Dreifache.

Erholung der Branche setzt sich fort

In der Gastronomie erhöhten sich die Einnahmen inflationsbereinigt um 8,6 Prozent zum Vormonat. Im Vergleich zum Mai 2021, als die Außengastronomie in Teilen Deutschlands wieder öffnen durfte, stieg der Umsatz um 88,3 Prozent. "Damit erzielte die Gastronomie den höchsten realen Umsatz seit Beginn der Corona-Pandemie." Er lag allerdings noch 14,9 Prozent unter dem Vorkrisenniveau vom Februar 2020.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) hatte jüngst nach einer Umfrage erklärt, die Erholung setze sich fort. Dennoch habe das Umsatzminus in den ersten sechs Monaten nominal - also nicht inflationsbereinigt - immer noch 13,4 Prozent unter den Erlösen von 2019 gelegen.