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Agentur warnt vor Verlust des Top-Ratings Moody's sieht Frankreichs AAA wackeln

Stand: 21.11.2011 11:19 Uhr

Die steigenden Zinsen für französische Staatsanleihen und die schwächelnde Wirtschaft können nach Einschätzung der Ratingagentur Moody's Frankreichs Top-Bonitätsnote AAA gefährden. Die von der französischen Regierung angestrebte Verringerung des Haushaltsdefizits werde bei längerem Andauern dieser Risikofaktoren schwerer zu erreichen sein, stellte die Agentur in einem Bericht für Investoren fest. Die Regierung bemühe sich zwar, aber auf bestimmte Faktoren wie das Wachstum und die europäische Schuldenkrise habe sie keinen direkten Einfluss.

Moody's hatte bereits Mitte Oktober die Kreditwürdigkeit Frankreichs unter Beobachtung gestellt. Es sollte überprüft werden, inwieweit die französische Regierung die angekündigten Maßnahmen zur Reduzierung des Staatsdefizits umsetzt. Innerhalb von drei Monaten sollte entschieden werden, ob Frankreich, das derzeit mit der Bestnote AAA bei der Kreditwürdigkeit bewertet wird, noch die Bedingungen für die Perspektive "stabil" erfüllt. Ein negativer Ausblick wäre der erste Schritt zu einer späteren Herabstufung.

Mit Sparplänen gegen die Vertrauenskrise

Die französische Regierung hat in den vergangenen Monaten bereits zwei rigide Sparpläne aufgelegt, um das hohe Haushaltsdefizit zu drücken und zugleich die AAA-Note zu bewahren. Im Zuge der europäischen Schuldenkrise waren in den vergangenen Wochen aber die Risikoaufschläge für französische Staatsschuldtitel im Vergleich zu Deutschland drastisch angestiegen - der Zinsabstand zwischen den beiden AAA-Staaten lag zwischenzeitlich bei zwei Prozentpunkten. Höhere Zinsen belasten den Haushalt zusätzlich.

Die Ratingagentur Standard & Poors's hatte vor eineinhalb Wochen - nach eigenen Angaben versehentlich - Frankreichs Toprating AAA herabgestuft.

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