Hintergrund

Jugendarbeitslosigkeit Was die EU unternehmen will

Stand: 27.06.2013 12:10 Uhr

Die Rezession in einigen Teilen Europas treibt die Arbeitslosigkeit von Monat zu Monat auf neue Negativrekorde. In den 27 EU-Ländern sind derzeit 5,6 Millionen Jugendliche und junge Erwachsene ohne Arbeit - vor allem in Griechenland, Spanien und Portugal. Die Jugendarbeitslosigkeit ist ein zentrales Thema auf dem EU-Gipfel in Brüssel. Der Gipfel wird über verschiedene Initiativen beraten:

Ignacio Rodriguez Ubeda hält auf dem Frankfurter Flughafen eine Tüte mit hessischen Produkten in der Hand.
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Ignacio Rodriguez Ubeda hält auf dem Frankfurter Flughafen eine Tüte mit hessischen Produkten in der Hand.

EU-Fördergelder: Für die sogenannte Jugendgarantie sind sechs Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 eingeplant. Auf diese EU-Gelder können die Staaten zurückgreifen, um Menschen unter 25 Jahren innerhalb von vier Monaten zu einer Arbeit, einer Ausbildungsstelle oder einem Praktikum zu verhelfen. Die EU-Kommission setzt sich dafür ein, dass vorgesehene Fördergelder schneller zum Einsatz kommen und schon in den kommenden beiden Jahren verwendet werden.

Europäische Investitionsbank: Schon 2012 hatten die EU-Staats- und Regierungschefs beschlossen, das Kapital der Hausbank der EU um 10 Milliarden Euro aufzustocken, um sie schlagkräftiger zu machen. EIB-Präsident Werner Hoyer bietet im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit eine Vorfinanzierung von EU-Initiativen an.

Kampf gegen die Kreditklemme: Die EU verstärkt ihren Kampf gegen die gefährliche Kreditklemme für Mittelständler in südeuropäischen Krisenländern. EU-Kommission und Europäische Investitionsbank (EIB) wollen dafür EU-Töpfe wie Regionalförderung und Forschungsrahmenprogramm mit Geldern der EIB kombinieren, um mehr Bürgschaften zu vergeben.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. Juni 2013 um 12:00 Uhr.

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